Zum Anfang

„Wir sind angekommen"

100822dornberg2

Hammer SpVg unterliegt beim TuS Dornberg mit 0:1

Innenverteidiger Sven Dyballa: „Haben 90 Minuten keinen Druck aufgebaut“
BIELEFELD • „Wir sind in der Westfalenliga angekommen“, lautete das nüchtern-sachliche Fazit von Holger Wortmann, Trainer der Hammer SpVg. Schon am zweiten Spieltag kassierte die HSV beim TuS Dornberg die erste Saisonniederlage – dementsprechend frustriert waren die Gäste nach dem 1:0 (0:0). „Aber diese Partie haben wir völlig verdient verloren“, räumte der Coach ein, und hatte gleich eine Erklärung parat: „In dieser Liga können wir uns nicht nur mit spielerischen Mitteln wehren, sondern müssen uns auch körperlich zur Wehr setzen. Das werden wir in den nächsten Tagen verbessern müssen“, kündigte Wortmann an. Sven Dyballa lieferte einen weiteren Grund. „Wir haben 90 Minuten nicht geschafft, Druck aufzubauen“, meinte der Innenverteidiger, „zumal wir wussten, dass Dornberg eine spielstarke Mannschaft ist.“

Ein Augenschmaus war die Partie von der ersten Sekunde an nicht. Beide Teams kamen nur durch Standardsituation zu Möglichkeiten. Besonders die Freistöße von TuS-Kapitän Sören Siek waren nicht gefährlich. Seine Hereingabe ging durch bis zu Mario Bertram, der ins Tor einnickte (8.). Der Linienrichter signalisierte jedoch abseits. Zudem verletzte sich Hamms Schlussmann Dominique Nowak bei dieser Aktion, der nach einer kurzen Behandlungspause aber vorerst weiter spielte.

In der 13. Minute verlängerte Markus Krawietz einen Freistoß von Kurtulus Öztürk per Kopf – ohne Erfolg. Bei Kontern ließen die Gäste den Ball zwar gut laufen, bekamen jedoch keinen Druck hinter ihre Aktionen. Erst kurz vor der Pause bot sich der Hammer SpVg die nächste Chance zur Führung. Felix Backszat tanzte gleich zwei Gegenspieler aus, doch auch mit seinem Abschluss hatte TuS-Keeper Jan Schönwälder keine Probleme (42.). Derartige Bemühungen der HSV waren dennoch weitgehend Mangelware, da die Bielefelder optisch deutlich überlegener waren und die Hammer Hintermannschaft gut beschäftigte.

Immer wieder war auf dem Dornberger Kunstrasenplatz die Forderung „auf Lenny“ zu hören. Gemeint war Sturmspitze Krawietz, den die Gäste wiederholt aufsuchten. In der 54. Minute gab er immerhin den ersten Warnschuss in Halbzeit zwei ab. „Markus war der Einzige, der noch etwas mehr Einsatz gezeigt hat“, erhielt der 25-Jährige ein Sonderlob von seinem Trainer. Fünf Minuten später verletzte sich Nowak erneut, signalisierte diesmal, dass er ausgewechselt werden muss. „Wahrscheinlich eine Zerrung oder Muskelverletzung in der Wade“, versuchte sich der Torhüter an einer ersten Diagnose.

Im weiteren Verlauf hütete also Robin Stiepermann das HSV-Gehäuse und musste bereits wenig später hinter sich greifen. Janis Theermann verwertete eine Vorlage von Ugur Pamuk eiskalt zum 1:0 (64.). In der Schlussphase versuchte Hamm mit erhöhten Tempo doch noch einen Punkt zu entführen. Mehr als ein Schussversuch von Backszat aus halbrechter Position (72.) sprang jedoch nicht mehr heraus. mg

TuS Dornberg: Schönwälder – Hill, Hasic, Bertram, Atasayer – Siek, Bobaj – Reinsch (79. Karabas), Block (57. Theermann), Pamuk – Owusu-Ansah (89. Wohlann)

Hammer SpVg: Nowak (60. Stiepermann) – Blesz (83. Schiller), Kaminski, S. Dyballa, Senger – Backszat, Öztürk – Fiore (70. Metin), M. Dyballa, Lanzendörfer – Krawietz

Schiedsrichter: Christoph Numrich (Espelkamp)

Zuschauer: 120

Tore: 1:0 Theermann (64.)

Gelbe Karten: Siek – Kaminski, Krawietz, Lanzendörfer

Hauptsponsor

24nexx

Premium Partner

premium

Business Partner

business

Classic Partner

classic