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Zwei Punkte verschenkt

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Die HSV kassiert in der Nachspielzeit den Ausgleich

Das 1:1 beim SC Paderborn II ist „eine gefühlte Niederlage“
PADERBORN • Die Mienen sagten alles. Als die Spieler der Hammer SpVg vom Rasen im Sportzentrum „Breite Bruch“ stapften, war der Frust in den Gesichtern unverkennbar. Und die Fassungslosigkeit. Darüber, dass sie in einem Westfalenliga-Spiel, in dem die HSV wegen der Vorteile in punkto Spielanlage und Zweikampfverhalten klarer Punktsieger gewesen war, in dem das Team von Holger Wortmann lange geführt hatte, durch eine Unachtsamkeit in der Nachspielzeit zwei Zähler verschenkt hatten. „Das ist eine gefühlte Niederlage“, entfuhr es Kapitän Alexander Thiele nach dem 1:1 (0:1) beim SC Paderborn II. Er lag auf einer Wellenlänge mit seinem Coach: „Es nervt. Das sind Punkte, die am Ende fehlen können. Das Ergebnis ist ein Schlag ins Gesicht.“

Die Hammer fanden gut in die gestrige Partie, überzeugten durch eine stabile Deckung, die bis zum Schluss kaum etwas zuließ, und bisweilen gut vorgetragene Angriffe. Wie in der fünften Minute, als Semih Aktas nach einer schönen Einzelaktion per Doppelpass von Giancarlo Fiore freigespielt wurde, den Ball aber knapp neben das Tor setzte. Mitte des ersten Durchgangs verloren die Gäste zwar ein wenig die spielerische Linie, nicht aber das Übergewicht. Weshalb die Führung folgerichtig war. Nach einer zunächst abgewehrten Ecke kam der Ball über Kevin Lanzendörfer, Aktas und Fiore zu Sven Dyballa, der mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 0:1 traf (37.). „Wir haben in der ersten halben Stunde fast alles richtig gemacht“, sagte Wortmann. „Umso bitterer ist es, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben.“

Und daran hatte die HSV, die den Paderbornern vor dem Wechsel gerade einmal zwei „halbe“ Chancen für Gaetano Manno (23.) und Ole Siegel (27.) gegönnt hatte, eine Mitschuld. Zwar blieb die Abwehr sicher, bis auf eine gute Gelegenheit für Adrian Jevric, die HSV-Keeper Jan-Robin Stiepermann zunichte machte (57.). Doch im Spiel nach ließen die Hammer vorne die nötige Ruhe vermissen, um für die Vorentscheidung zu sorgen. Der NRW-Liga-Absteiger operierte zu oft mit langen Bällen, die zu schnell verloren gingen. Gut vorgetragene Konter – Mangelware. Wortmanns Versuche, durch Wechsel mehr Effektivität ins Angriffsspiel zu bringen, verpufften. „Wir haben es einfach laufen lassen. Wir hätten den Sack zumachen müssen“, ärgerte sich Fiore. - fh

SC Paderborn II
: Burchert – Siegel (61. Lanz), Klukin (67. Starostzik), Schmik, Rath – Parensen (67. Runowski), Neumann – Brandner, Kocatepe – Jevric – Manno
Hammer SpVg: Stiepermann – Blesz, Thiele, S. Dyballa, Kaminski – M. Dyballa, Senger – Lanzendörfer, Fiore (77. Kücük), Aktas (87. Metin) – Backszat (63. Schiller)
SR: Max Dering (Bielefeld)
Tore: 0:1 S. Dyballa (37.), 1:1 Starostzik (90.+2)
Gelbe Karten: Siegel, Manno Runowski – Senger, Lanzendörfer

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