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„Heiße Kiste“

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Die HSV will in Gievenbeck dreifach punkten

HAMM • Zwei Remis in Folge – die Hammer SpVg tritt in der Fußball-Westfalenliga auf der Stelle. Da kommt die vermeintlich gut lösbare sonntägliche Aufgabe beim Neuling 1. FC Gievenbeck (15 Uhr, Sportanlage am Gievenbecker Weg) doch eigentlich gerade recht. Schließlich hatte die HSV vor gut einem Monat im Pokal auf Verbandsebene mit 3:1 bei den Münsteranern triumphiert – trotz 50-minütiger Unterzahl.

Doch aus dem damaligen Aufeinandertreffen Rückschlüsse für das morgige zu ziehen, hält Holger Wortmann für völlig unangebracht. „Das Pokalspiel war eine ziemlich heiße Kiste“, sagt der Hammer Trainer vor dem Duell mit dem Tabellen-13., der sich nach drei Niederlagen zum Auftakt spürbar im Aufwind befindet und zuletzt vier Punkte in Serie geholt hat. „Das ist ein starker Aufsteiger, der sehr körperbetont spielt. Für uns wird das eine schwere Geschichte“, warnt Wortmann.

Da trifft es sich gut, dass er aller Voraussicht nach fast aus dem Vollen schöpfen kann. Kurtulus Öztürk steht nach seiner Verletzungspause vor der Rückkehr in das Aufgebot. Ob auch Osman Köse erstmals dem Kader angehört, ist fraglich. Noch liegt keine Spielberechtigung für den Neuzugang vor.

Unabhängig von allen Personalien: Dass seine Mannschaft zuletzt beim SC Paderborn II und gegen Preußen Münster II (jeweils 1:1) Punkte verschenkte, wurmt Wortmann ungemein. Erst recht, da sich seine Mannschaft durch Unachtsamkeiten selbst um den Lohn für ihre Mühen brachte, jeweils eine 1:0-Führung aus der Hand gab. „Wir haben immer mal wieder Konzentrations-Aussetzer, die dummerweise sofort zu Gegentoren führen“, erklärt der Coach. „Es ist wie verhext im Moment: Jeder Fehler wird sofort bestraft.“ Und so hofft Wortmann darauf, dass seine Mannschaft diese Quote auf ein Minimum reduziert. Und dass sie „nicht wieder eine Halbzeit verschenkt. So wie die zweite gegen Paderborn und die erste gegen Münster. Es wird Zeit, dass wir mal wieder eine überzeugende Leistung abliefern.“

Was allein schon deshalb nicht leicht werden dürfen, weil wohl auch Gievenbeck auf das Mittel setzen wird, mit dem viele Kontrahenten der HSV begegnen. Sie legen gegen den NRW-Liga-Absteiger und erklärten Mitfavoriten auf die Meisterschaft großen Wert auf die Defensive. „Aber das ist nun einmal so. Da müssen wir geduldig bleiben und dann vielleicht einfach mal einen dreckigen Sieg landen“, sagt Wortmann. „Wir haben offensiv die Qualität, dass wir in jedem Spiel für ein Tor gut sind“, meint der Coach. „Und wir müssen es auch mal schaffen, wieder zu null zu spielen. Wir haben ja eine starke Abwehr.“ Am Ende soll dies in der Summe dazu führen, dass die HSV drei Punkte mit in den Hammer Osten bringt – und die Tabellenspitze im Blick behält. fh

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