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Gierig auf Punkte

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Hammer SpVg möchte in Spexard Hausaufgaben erledigen

Bei Heimspielen des Westfalenliga-Aufsteigers fallen immer viele Tore
HAMM • Mit der Statistik ist es eine schöne Sache. Vor der Partie gegen Fichte Bielefeld monierten Kritiker gegenüber Holger Wortmann, dass der selbsternannte Aufstiegskandidat Hammer SpVg vier Spiele ohne Sieg geblieben war. Nach dem 3:0 hat der HSV-Trainer die Trümpfe in der Hand. Seit sechs Begegnungen ist seine Mannschaft in der Fußball-Westfalenliga ungeschlagen und, geht es nach Wortmann, soll das auch nach der Partie am Sonntag beim SV Spexard (Anstoß: 15 Uhr auf dem Sportplatz an der Josefschule) ausgebaut werden.

Der HSV-Coach hat nach dem ersehnten Erfolgserlebnis eine gelöstere Stimmung beim Training ausgemacht und diesen Schwung möchte er natürlich mitnehmen: „Obwohl wir schlecht gespielt haben, war das endlich mal wieder ein Dreier. Dadurch sollten wir wieder mehr Selbstbewusstsein haben.“ Wortmann möchte, dass seine Spieler dementsprechend mit breiter Brust auftreten: „Die Mannschaft soll zeigen, dass wir ambitioniert sind und über 90 Minuten druckvoll spielen.“

Im Gütersloher Vorort erwartet die Hammer ein unbequemer, weil schwer einzuschätzender Gegner, dem vor allem nicht vorzuwerfen ist, dass er an Rückschlägen zerbricht oder frühzeitig aufgibt. Den Beweis lieferte der Aufsteiger spätestens am vergangenen Wochenende. Da lagen die Spexarder zur Pause mit 0:2 gegen Gievenbeck zurück, hatten im Hinterkopf noch die 0:5-Pleite vom Vorsonntag gegen Preußen Münster II. Dennoch drehte der SV die Partie noch und gewann mit 4:3. Solch torreiche Begegnungen sind typisch für Spexard. Die Mannschaft liegt auf dem 14. Tabellenplatz hat mit zwölf Toren aber bereits ebenso viele wie die HSV. Woran Trainer Olaf Sieweke allerdings arbeiten muss, ist das Defensivverhalten seines Teams. 27 Gegentreffer stehen nach acht Partien schon auf dem Konto. Besonders die Heimspiele sind unterhaltsam. Das 0:5 gegen Münster ist bislang die Partie mit den wenigsten Toren an der Josefschule. 2:5, 2:5 und 4:2 sind die anderen Spexarder Ergebnisse auf eigenem Platz.

„Das ist ein offensivstarker Gegner“, sagt demnach auch Wortmann, der die beiden Stürmer Kamil Orhan und Matthias Gök noch aus seiner Zeit als Jugendtrainer beim FC Gütersloh kennt. „Das wird keine einfache Aufgabe“, warnt Wortmann davor, nur die schlechte Abwehrarbeit der Gegner im Blick zu haben.

Bei der HSV fällt Stürmer Markus Krawietz weiterhin aus. Zum letzten Mal hofft Wortmann, wobei für den hochgewachsenenen Neuzugang spricht, dass die Hammer anschließend spielfrei haben. Nico Schiller stößt hingegen nach einer Erkältung wieder zum Kader. Ob der HSV-Coach auf die erfolgreiche Elf der vergangenen Woche baut, ließ er offen. „Ich richte mich auch nach dem Gegner. Deshalb kann es durchaus Veränderungen geben“, so Wortmann.

Die Durststrecke von vier Spielen ohne Sieg haben die Hammer beim Blick auf die Tabelle relativ gut überstanden, verpasste es die Konkurrenz doch, sich abzusetzen. Die HSV liegt mitten in der Verfolgergruppe des etwas enteilten Spitzenreiters Dornberg. „Das hat uns aufrecht erhalten, dass die anderen sich auch schwer tun“, so Wortmann. Doch ab jetzt gilt es, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen. „Wir müssen gieriger auf Punkte werden. Das werde ich der Mannschaft noch sagen“, verspricht Wortmann und meint natürlich drei Zähler. bob

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