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„Dreckiger Sieg“

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HSV entledigt sich der Pflichtaufgabe Stadtlohn

Nico Schiller trifft bei seinem Startelfdebüt zum 2:0-Endstand
HAMM • Der Mann des Tages fühlte sich in der Rolle nicht wohl. Nico Schiller hatte bei seinem Startelfdebüt in der aktuellen Westfalenliga-Saison prompt das vorentscheidende Tor erzielt. „Das war aber nicht so schwer“, gab er bezüglich seines Abstaubers zu. Schiller wusste jedoch auch, dass der 2:0 (2:0)-Erfolg seiner Hammer SpVg gegen den SuS Stadtlohn nicht viel mehr war als ein „dreckiger Sieg“.

Die Hammer brauchten diesmal eine gewisse Anlaufzeit. Die auf einem Abstiegsplatz stehenden Stadtlohner traten nicht so defensiv auf, wie das angesichts der Tabellensituation zu vermuten war. „Das sind wir aber selber Schuld, weil wir nicht ins Spiel gefunden haben“, meinte Kurtulus Öztürk. Dabei lief es für die HSV eigentlich optimal. Nach acht Minuten trudelte der Ball schon über die Torlinie der Gäste. Giancarlo Fiore drang begünstigt durch einen Stolperer von Daniel Ebbing von halbrechts in den Strafraum ein. Sein anschließender Querpass wurde ins Netz abgefälscht.

Das Tor gab dem Gastgeber aber nicht die erhoffte Sicherheit. Zwar setzten die Hammer den SuS immer wieder unter Druck, Abspielfehler und unnötige Ballverluste machten die aufwendige Arbeit aber postwendend zunichte. Daher verzeichneten die Stadtlohner die erwähnenswerten Aktionen. Einen Schuss von Andre Hippers parierte HSV-Keeper Dominique Nowak ohne Probleme (9.), der Versuch von Niklas Hilgemann flog über das Tor (14.), und Hendrik Vennemann verzog aus 18 Metern knapp (23.).

Doch während die Hammer spielerisch nur bedingt zu überzeugen wussten, glänzten sie diesmal mit Effektivität. So nutzte Schiller die zweite echte Chance zum 2:0 (32.). Eingeleitet wurde die Szene vom in der ersten Hälfte noch starken Duo Giancarlo Fiore und Semih Aktas. Den Querpass von Aktas verpasste Markus Krawietz in der Mitte, sein Gegenspieler Marcel Terhaar prüfte unfreiwillig seinen eigenen Schlussmann, der zwar glänzend reagierte, aber beim Nachschuss von Schiller chancenlos war. „Er hat gut trainiert. Das war eine Bauchentscheidung“, begründete Trainer Holger Wortmann seine Wahl.

„Mit der ersten Halbzeit war ich zufrieden. Wir haben Druck gemacht und nach vorne gespielt“, sagte der HSV-Coach. Nach dem Wechsel war davon aber nichts mehr zu sehen. „Die zweite Hälfte war sehr zerfahren“, gestand auch Wortmann ein, obwohl er seine Mannschaft noch in der Kabine eingetrichtert hatte, auf das dritte Tor zu spielen. „Aber wir sind nicht mehr richtig reingekommen“, so Wortmann.

Gleich zu Beginn hatten die Hammer Glück. Ebbing köpfte eine Ecke ins Netz, doch Schiedsrichter Pacal Pooch hatte zuvor ein Foul gesehen (47.). Auf der anderen Seite verlängerte Krawietz einen Einwurf auf die Latte (57.). Die Partie plätscherte jetzt jedoch nur vor sich hin. Die Gäste waren etwas gefährlicher. Ebbing zielte erst vorbei (61.), war dann von der linke Seite zu ungefährlich, um Nowak zu überwinden (67.). Außerdem scheiterte Gravermann aus der zweiten Reihe (78.).

Ein Tor wurde auch der HSV aberkannt, als Aktas nach einem Freistoß zu überrascht aus kurzer Distanz nur den Torwart traf und Krawietz den Ball regelwidrig über die Linie drückte (80.).

Selbst in Unterzahl – Gravermann war mit einer Platzwunde raus (86.) – verzeichnete der SuS gegen unkonzentrierte Hammer noch eine gefährliche Szene, doch Nowak parierte erneut gegen den freigespielten Ebbing (90.+2.).  bob

Hammer SpVg: Nowak – Senger, Thiele, S. Dyballa, Kaminski – Öztürk, M. Dyballa (77. Kücük) – Aktas, Fiore, Schiller (65. Köse) – Krawietz (89. Metin)
SuS Stadtlohn: Harmeling – Terhaar, Erning, Uphues (13. Koster), Gavermann – Vennemann (60. Steiner) – N. Klein-Günnewick (76. Beeke), D. Klein-Günnewick, Ebbing – Hippers, Hilgemann
Schiedsrichter: Pascal Pooch (Lage)
Zuschauer: 240
Tore: 1:0 Fiore (8.), 2:0 Schiller (32.)
Gelbe Karten: S. Dyballa / Gravermann

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