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Unbequem

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HSV-Gegner Dorsten-Hardt setzt auf eine robuste Defensive

HAMM • Der Blick auf die Statistik lässt für Sonntag unansehnliche 90 Minuten mit der Hammer SpVg befürchten. Gastgeber und Aufsteiger SV Dorsten-Hardt scheint den Klassenerhalt in der Fußball-NRW-Liga über eine rigorose Defensive anzustreben. 11:16 Tore und bereits sieben Unentschieden nach nur zwölf Partien sind der Beleg für eine eher destruktive Taktik. „Das wird ein unbequemes Spiel“, weiß HSV-Trainer Holger Wortmann schon vor dem Anpfiff um 14.30 Uhr, zumal seine Mannschaft sich bislang mit dem Torschießen schwer tut.

„Mit Statistik ist das immer so eine Sache. Ich achte da nicht so drauf, außer wenn sie für uns spricht“, philosophiert Wortmann, um gleichzeitig auf die neun HSV-Partien ohne Niederlage hinzuweisen. Die Serie soll auch in Dorsten-Hardt ausgebaut werden. „Wir fahren dahin, um dort zu bestehen“, so der Hammer Coach. Beim Unternehmen Wiederaufstieg bietet sich dem aktuellen Tabellenfünften am Wochenende die Gelegenheit, Boden gutzumachen. Spitzenreiter Dornberg gastiert beim Zweiten Eintracht Rheine, und der Dritte Paderborn II hat ein schweres Auswärtsspiel in Gütersloh (6.) vor sich. „Das Ziel ist, den Punkteabstand zu verkürzen. Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, wird es ein schönes Wochenende für uns“, gibt Wortmann die Marschroute vor.

Die Hammer haben dank des 2:0-Sieges über Stadtlohn am vergangenen Sonntag mittlerweile zusammen mit Neuenkirchen die wenigsten Gegentore der Liga kassiert (je acht). „Das ist ein wichtiges Pfund, mit dem man wuchern kann“, freut sich der HSV-Coach über die ordentliche Abwehrarbeit seiner Mannschaft. „Aber wir dürfen nicht vergessen, aus der Defensive gute Angriffe einzuleiten. Wir müssen das gegenüber der zweiten Halbzeit gegen Stadtlohn verbessern. Das vernünftige Spiel nach vorne, dass uns am Anfang der Saison ausgezeichnet hat, ist uns in den vergangenen Wochen abhanden gekommen“, gibt Wortmann zu.

Dorsten-Hardt hat erst ein Heimspiel auf der eigenen Sportanlage verloren, dass allerdings vor zwei Wochen und noch dazu deftig mit 1:5 gegen die Reserve von Preußen Münster. Aufgrund der vielen Unentschieden konnte sich der Tabellen-13. bisher kein Polster auf die Abstiegsränge erarbeiten. „Das ist ein Gegner, der uns alles abverlangen wird“, so Wortmann mit Blick auf die körperbetonte und robuste Spielweise des Gastgebers.

Immerhin kann der HSV-Trainer auf einen fitten Kader bauen. Lediglich Kevin Lanzendörfer brachte von seinem Ausflug in die Reserve muskuläre Probleme mit. Sein Einsatz ist ebenso stark gefährdet wie der von Felix Backszat, den eine Erkältung erwischt hat. Beide standen allerdings schon länger nicht in der Startelf. bob



WAZ-Vorbericht: Der SV Hardt kämpft gegen sein Image

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