Zum Anfang

Doppelschlag

101107sp132

HSV gewinnt in Dorsten-Hardt mit 2:0

Fiore und Aktas erzielen kurz nach der Pause die Treffer
DORSTEN • Die Hammer SpVg hat sich an den Spitzenreiter der Fußball-Westfalenliga, den TuS Dornberg, herangeschoben und den Rückstand auf drei Zähler verkürzt. Während Dornberg bei Eintracht Rheine 2:2-Unentschieden spielte, feierte die HSV beim SV Dorsten-Hardt den zweiten 2:0-Erfolg in Folge. Diesmal erzwangen die Gäste in der zweiten Halbzeit die Tore. Die Hammer zeigten dabei ihre scheinbar neue Qualität. „Es zeichnet die Mannschaft vielleicht aus, solche Spiele zu gewinnen. Das war ein Dreckssieg“, so Kapitän Alexander Thiele.

HSV-Trainer Holger Wortmann hatte kurzfristig Ausfälle zu kompensieren. Für Kevin Lanzendörfer (Muskelverletzung) reichte es nicht, Osman Köse fiel wegen einer Magen-Darm-Grippe aus, Markus Krawietz hatte sich im Abschlusstraining verletzt und nach einer guten halben Stunde signalisierte der angeschlagen ins Spiel gegangenen Kurtulus Öztürk, dass er raus muss.

Zunächst fanden die Gäste sich auf der ungewohnten, aber insgesamt ordentlich zu bespielenden Asche in Dorsten gut zurecht. Sie setzten die Gastgeber früh unter Druck und fingen die erzwungenen langen Bälle sicher ab. Es fehlte allerdings das Durchsetzungvermögen gegen die kopfballstarken Gastgeber in der Luft und am Boden die Präzision im Passspiel.

Nach einer Viertelstunde ohne nennenswerte Torchancen verloren die Hammer ihre Ordnung. Der Gastgeber sammelte mit schnell nach vorne getragenen Angriffen Selbstvertrauen. „Kurtulus hat seine Rolle vor der Abwehr etwas zu offensiv interpretiert, dadurch mussten die Innenverteidiger oft vorrücken“, so Wortmann. Auch auf den Außenseiten stimmte bei der HSV die Rückwärtsbewegung nicht. „Dorsten hat das clever gemacht. Wir mussten oft raus“, so Thiele, der zusammen mit Sven Dyballa zum Fels in der Brandung mutierte.

Zweimal hatten die Gäste Glück. So schoss Andreas Kauschat freistehend aus 18 Metern über das Tor (32.). Zwei Minuten später bediente Kauschat Sturmpartner Sven Potthast, der allerdings allein vor dem aufmerksamen HSV-Keeper Dominique Nowak verstolperte. Torgefahr auf Hammer Seite kam nur einmal auf, als sich Nico Schiller auf der linken Seite durchsetzte, Haluk Metin aus spitzem Winkel Dorstens Schlussmann Stefan Schröder aber nicht überwand (44.).

Wortmann stellte in der Pause um, beorderte Semih Aktas vom Flügel als hängende Spitze in die Zentrale. Gleichzeitig setzte die HSV den ballführender Dorstener wieder deutlich früher unter Druck. Die Belohnung folgte in der 51. Minute. Sven Dyballa beförderte einen Befreiungsschlag des Gastgebers direkt zurück, Innenverteidiger Thomas Heimath schlug über den Ball und Giancarlo Fiore war als Nutznießer auf und davon. Nur eine Minute später erkämpfte sich Aktas den Ball, doch Metin ließ frei vor dem Tor die letzte Entschlossenheit vermissen. Andersherum funktionierte das Zusammenspiel besser: Auf Pass von Metin traf Aktas – allerdings aus Abseitsposition – zum 2:0 (56.).

„Diese fünf Minuten nach der Pause haben das Spiel entschieden. Erst ist es ein Fehler von uns, dann einer vom Schiedsrichter“, so SV-Coach Martin Schmidt. Dorsten gab sich zwar nicht geschlagen, doch die Hammer störten vor allem mit den emsigen Aktas und Metin immerzu den Aufbau des Gastgebers und brachten so den Erfolg nach Hause, ohne in Gefahr zu geraten.  bob

SV Dorsten-Hardt: Schröder – Ewald, de Manna, Heimath (71.), Damnitz – Müller (83. Klöckner) – Vasic, Salha, Scheuch – Kauschat (80. Hofmann), Potthast
Hammer SpVg: Nowak – Senger, Thiele, S. Dyballa, Kaminski – Öztürk (38. Kücük), M. Dyballa – Aktas, Fiore (70. Blesz), Schiller (60. Backszat) – Metin
Schiedsrichter: Holger Danielsiek (Bochum)
Zuschauer: 220
Tore: 0:1 Fiore (52.), 0:2 Aktas)
Gelbe Karten: Müller / Kaminski, M. Dyballa, Schiller

Hauptsponsor

24nexx

Premium Partner

premium

Business Partner

business

Classic Partner

classic