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Asche ist die Realität

Ungewohnter Untergrund für HSV

HAMM • Die Kinnladen der Hammer Spieler gingen schon bei der Ankunft in Dorsten-Hardt nach unten. Der Rasenplatz auf der Sportanlage des Aufsteigers war von der Stadt gesperrt worden. In der sechsthöchsten deutschen Spielklasse wird dann eben auf dem Nebenplatz gekickt. „Ich glaube, ich habe seit der Jugend in Holzwickede nicht mehr auf Asche gespielt“, kramte Alexander Thiele tief in seinen Erinnerungen. „Dorsten-Hardt wollte uns wohl die Spielfreude nehmen, und das ist ihnen in der ersten Halbzeit auch gelungen“, meinte der mittlerweile 25-jährige HSV-Kapitän. Sein Trainer Holger Wortmann hatte die eher an schöne Stadien gewöhnten Spieler gleich in der Ansprache auf die trostlosen Verhältnisse hingewiesen: „Willkommen in der Realität habe ich in der Kabine gesagt. Die Jungs müssen die Gegebenheiten so annehmen, wie sie sind.“

Von dem Wechsel des Untergrunds hatten die physisch starken Gastgeber den größeren Vorteil. An schön spielen bei dem springenden Ball war nicht zu denken. Die vielen Freistöße der Hammer verpufften dazu angesichts der körperlichen Überlegenheit der Dorstener. Die HSV nahm jedoch den Kampf an, auch wenn einmal mehr nach einer ordentlichen Anfangsphase die Aggressivität nachließ. Die kehrte erst nach der Pause zurück, weil Metin, Aktas, Fiore und Schiller (später auch Backszat und Blesz) jeden Dorstener weit in des Gegners Hälfte attackierten, um so einen ordentlichen Spielaufbau des Gastgebers – selbst wenn der nur aus langen Bällen bestand – von vornherein zu verhindern.

So glücklich wie die Entstehung der Treffer für die Gäste auch war, sie waren durch Einsatz erzwungen „Hier kriegst du keinen Schönheitspreis“, sagte Thiele, der sich darüber freute, dass „wir seit langem mal wieder eine zweite Halbzeit gezeigt haben, auf der man aufbauen kann.“ bob

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