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HSV schielt zur Spitze

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Hammer wollen Abstand nach oben weiter verkürzen

Das Heimspiel gegen den FC Recklinghausen ist aber keine leichte Aufgabe
HAMM • Es war kein angenehmer Termin, den Holger Wortmann gestern über sich ergehen lassen musste. Immer wieder hatte er den Besuch beim Zahnarzt aufgeschoben, doch jetzt gab es kein Zurück mehr für den Trainer der Hammer SpVg. „Das ist eine größere Baustelle als auf der A2“, sagt der Coach. „Aber es geht nicht anders. Ich muss das jetzt machen lassen.“

Weitaus weniger Sorgen bereitet dem 43-Jährigen derzeit seine Mannschaft, die nach dem 2:0-Auswärtssieg beim SV Dorsten-Hardt den Abstand zu Spitzenreiter TuS Dornberg auf drei Punkte verkürzt hat und mehr denn je von der direkten Rückkehr in die NRW-Liga träumen kann. Allerdings warnt Wortmann davor, dass seine Mannschaft die gute Ausgangsposition fahrlässig aufs Spiel setzt – und erwartet daher im Heimspiel am Sonntag gegen den FC 96 Recklinghausen einen weiteren Dreier (Anstoß 14.30 Uhr). „Wir wollen mindestens den Punkteabstand halten, am liebsten aber verkürzen“, betont Wortmann, der insgeheim darauf hofft, dass der Tabellenführer im Heimspiel gegen den Hövelhofer SV ins Straucheln kommt.

Allerdings stehen die HSVer keineswegs vor einer Aufgabe, die sie im Vorbeigehen lösen können. Zwar rangieren die Recklinghäuser, die im Sommer parallel zu den Hammern ihr Trainingslager im Sportcentrum Kaiserau absolviert hatten, lediglich auf Rang elf, setzten in dieser Woche mit ihrem Sieg im Westfalenpokal über den NRW-Ligisten VfB Hüls jedoch ein dickes Ausrufezeichen. „Das war schon eine Hausnummer. Recklinghausen ist jedenfalls eine Mannschaft, die schwer zu spielen ist“, staunt auch der Hammer Trainer, der sein Team dennoch in der besseren Ausgangsposition sieht. Vor allem die gute Leistung im zweiten Durchgang am vergangenen Sonntag lässt ihn optimistisch in die morgige Partie gehen.

Zu gerne würde Wortmann auch mal wieder vor heimischem Publikum eine überzeugende Vorstellung abliefern und den Fans in der Evora Arena tollen Fußball anbieten. „Eine richtig gute Leistung zuhause fehlt uns noch“, bestätigt er, lenkt aber gleichzeitig ein: „Auch für einen Sieg nach einem schlechten Spiel gibt es drei Punkte. Daher ist es die Prämisse, dass wir gewinnen. Aber mit jedem Erfolg hat man mehr Selbstvertrauen. Und dann steigt auch die Qualität.“

In Sachen Qualität muss er morgen aber einige Abstriche machen. Denn neben Kevin Lanzendörfer fehlen ihm mit Mittelfeldspieler Kurtulus Öztürk und Angreifer Markus Krawietz zwei absolute Stamm- und sogar Führungsspieler. „Die beiden sind schon sehr wichtig“, erklärt Wortmann. Zudem ist auch Sven Dyballa (Hüftbeschwerden) angeschlagen, sollte aber bis zum Anpfiff wieder fit sein. –pad

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