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Souveräne Vorstellung

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Hammer SpVg besiegt Recklinghausen sicher mit 3:1

HSV-Trainer Holger Wortmann: „Haben gut gestanden und früh attackiert“
HAMM • Es lief bereits die Schlussphase einer einseitigen Partie, als sich Holger Wortmann, Trainer des Fußball-Westfalenligisten Hammer SpVg, an der Außenlinie mächtig ärgerte. Im gleichen Moment skandierte die kleine Schar der verbliebenen Offiziellen und Spieler des FC 96 Recklinghausen freudestrahlend „Auswärtssieg – Auswärtssieg“. Verkehrte Welt in der Evora Arena. Denn die Szene, auf die beide Seiten in dieser 87. Minute reagierten, war der Ehrentreffer der Gäste zum 3:1 (2:0)-Endstand.

Wenige Minuten später waren die emotionalen Verhältnisse wieder gerade gerückt. Die Hammer jubelten routiniert, und die Gäste schlichen mit der erwarteten Niederlage in die Kabine – nach 90 Minuten in einem ungleichen Westfalenliga-Duell, das einen deutlichen und verdienten Sieger fand. „Wir hatten uns vor dem Spiel vorgenommen, klar nach vorne zu spielen“, sah Wortmann seine Vorgaben an die Mannschaft mehr als umgesetzt. „Wir haben ganz gut gestanden und früh attackiert – nur das blöde Gegentor hat mich geärgert.“

Auch Recklinghausens Trainer hatte am HSV-Erfolg nichts auszusetzen. „Wir haben heute auf sechs Stammspieler verzichten müssen“, sagte Peter Anders. „Daher haben wir versucht, so lange wie möglich die Null zu halten. Ein dummer Fehler, als sich zwei unserer Spieler verschätzt haben, hat dann für den frühen Rückstand gesorgt.“ Den die HSVer allerdings auch erzwungen hatten. Von Beginn an setzte der Aufstiegsaspirant den von Finanzsorgen geplagten Gast schon am eigenen Sechzehnmeterraum unter Druck, „weil wir gehofft haben, dass die aufgrund ihrer Sorgen vielleicht ein wenig unsicher sind“, erklärte Wortmann. Eine Taktik, die schnell Wirkung zeigte. Denn nachdem ein erster Freistoß der Gäste durch Dennis Harm weit am Tor von Dominique Nowak vorbeigeflogen war (3.), hätte Haluk Metin schon das 1:0 erzielen müssen (4.), traf aber nur das Außennetz. Sechs Minuten später holte der vom SVE Heessen in den Hammer Osten zurückgekehrte Stürmer diesen Treffer nach, als Nico Schiller sehenswert vor das Tor geflankt hatte und Metin das Leder aus kurzer Distanz unter Keeper Daniel Pommer ins Tor schob.

Ein wichtiger Treffer, der den Hammern das weitere Spiel erleichterte. Der FC-Widerstand schien dagegen früh gebrochen. Das Abwehrbollwerk, das der Tabellenelfte aufzubauen versucht hatte, wurde zunehmend löchriger – und war Mitte des Durchgangs bereits zum zweiten Mal überwunden, als Semih Aktas, der mit Metin ein quirliges Angriffsduo bildete, nach Doppelpass mit Giancarlo Fiore auf 2:0 erhöhte – allerdings begünstigt durch FC-Kapitän Daniel Bertram, der den Ball unhaltbar abfälschte. „Eigentlich hätten wir noch vor der Pause den dritten Treffer machen müssen“, bemängelte Wortmann die mangelnde Ausbeute bei den folgenden Chancen.

Allerdings nur ein Schönheitsfehler, denn auch nach dem Wechsel dominierte die HSV das Geschehen, schnürte den Gast in der eigenen Hälfte ein und traf noch einmal. Zum 3:0 durch den emsigen Marc Dyballa, der von der Vorarbeit Aktas‘ und Schillers profitierte (61.). Was folgte, war Routine und eine 15-minütige Schlussphase, die dem Coach nicht mehr gefiel, „weil wir da einen Bruch im Spiel hatten. Damit kann ich nicht zufrieden sein.“ güna

Hammer SpVg: Nowak – Kaminski (67. Backszat), Thiele, S. Dyballa, Blesz – Schiller, Senger (60. Kücük), M. Dyballa (75. Öztürk), Fiore – Metin, Aktas
FC 96 Recklinghausen: Pommer – Yilmaz (82. Sadlowski), Luvuezo, Bertram, Kamba – Piechotta, Eskiadam, Siwek, Harm – Liedtke, Pfennigstorf
Schiedsrichter: Michael Swiers (Gütersloh)
Zuschauer: 200
Gelbe Karte: – / Yilmaz
Tore: 1:0 Metin (10.), 2:0 Aktas (27.), 3:0 M. Dyballa (61.), 3:1 Piechottka (87.)

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