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Souverän und ungefährdet zum Auswärtssieg

20170205SerroneHammer Spielvereinigung siegt mit 0:3 (0:2) beim FC Gütersloh

Erstes Pflichtspiel des Jahres mit drei Treffern ohne Gegentor gewonnen, den Abstand zu Spitzenreiter Erndtebrück auf drei Punkte verkürzt, Distanz zu den Verfolgern Lippstadt und Marl-Hüls auf fünf Punkte vergrößert. Das ist das sich aus dem Nachholspiel der Hammer Spielvereinigung beim FC Gütersloh ergebende Zahlenwerk. Doch wer das Spiel im Heidewaldstadion gesehen hat, konnte sich zusätzlich davon überzeugen, dass der zweite Tabellenplatz der HSV kein Zufallsprodukt ist.

Die finanziell stark angeschlagenen Gastgeber hatten sich zwar redlich bemüht, die Sorgen in der Kabine gelassen und nicht aufgesteckt, kamen jedoch zu keinem Zeitpunkt ernsthaft für einen Sieg in Frage. Im Gegenteil: Die HSV hätte das Ergebnis auch deutlicher gestalten können, wenn sie ihre zahlreichen Chancen besser genutzt hätte. Die sehr gute Spielanlage und der hohe Druck mit aggressivem Pressing sollten allerdings auch so für den Dreier genügen. Trainer Sven Hozjak vertraute weitgehend seinen bewährten Kräften und baute auf eine hochkarätig besetzte Bank. Von den Winterneuzugängen spielte nur Marius Kröner von Beginn an. Semih Daglar saß ebenso wie Christoph Hunnewinkel nur auf der Bank, Patrick Franke dagegen war nicht im Kader, da seine Spielgenehmigung noch nicht vorlag.

Gütersloh begann vor den 432 Zuschauern völlig unbekümmert und mutig, so dass es eine Viertelstunde dauerte, bis die Gäste richtig im Spiel waren. Dann allerdings kam der Tabellenzweite mit Macht. Nachdem Dalibor Gataric noch das Tor verfehlte, klingelte es schon bei der nächsten Chance. Der starke Manuel Diekmann brachte eine Ecke gefährlich vor das Tor und FCG-Keeper Radoslaw Libera wehrte den Ball genau vor die Füße von Giacomo Serrone ab, der direkt abzog und den Ball flach in die Maschen drosch (14.). Die Hammer wurden danach immer sicherer, ließen Ball und Gegner laufen und waren zudem gnadenlos effektiv. In der 29. Minute lief ein schneller Konter durchs Mittelfeld. Zunächst sah so aus, als wäre die Chance vorbei, doch war es erneut Giacomo Serrone, der Entschlossenheit zeigte. Die Flanke des pfeilschnellen Außenstürmers köpfte Neuzugang Marius Kröner völlig freistehend in die Maschen.

Mit der beruhigenden Führung im Rücken schaltete Hamm erst einmal einen Gang zurück, und so kam Gütersloh in der 40. Minute zur ersten Chance. Der Ex-Hammer Mergim Deljiu kam nach einer Ecke frei zum Schuss, zielte aber über das Tor. Es sollte die einzige Gelegenheit für die Gastgeber bleiben. Die HSV verpasste dagegen noch vor der Pause eine höhere Führung. Mittelstürmer David Loheider wurde im Strafraum zu Fall gebracht und die vielbeschäftigte, stets souveräne Schiedsrichterin Nadine Westerhoff zögerte nicht, sondern zeigte sofort auf den Punkt. Giacomo Serrone legte sich den Ball zurecht, scheiterte jedoch am hervorragend reagierenden Libera. Danach pfiff die Unparteiische direkt zur Pause.

Gütersloh hatte sich für die zweite Hälfte eine Menge vorgenommen und startete sehr engagiert, doch die Hammer Spielvereinigung bekam das Geschehen schnell wieder in den Griff. Sorgen machten lediglich die recht harte Gangart der Gastgeber und andererseits die frühen Gelbe Karten für die Hammer Abwehrspieler Kaleoglu, Kröner und Fuchs. Für Kapitän Fuchs war es die 5. Gelbe Karte, womit er beim kommenden Heimspiel gegen Arminia Bielefeld aussetzen muss.

Mit der Zeit musste Gütersloh nun natürlich immer weiter aufmachen und eröffnete damit zusätzliche Räume für den Tabellenzweiten. Als in der 66. Minute Semih Daglar für Manuel Diekmann (Verdacht auf Muskelfaserriss) eingewechselt wurde war klar, dass Trainer Hozjak nicht daran dachte, das Ergebnis zu sichern. Bereits zwei Minuten nach seiner Einwechselung hatte der Neuzugang aus Lotte die Riesenchance zum ersten Pflichtspieltreffer für seinen neuen Verein, doch nach einem schnellen Konter scheiterte Serrone zunächst am Torhüter und Daglar setzte den Nachschuss knapp am Tor vorbei. Für das oben genannte Zahlenwerk sollte die aber keine wesentliche Rolle spielen, denn David Loheider machte in der 72. Minute den Deckel auf die Partie, als er mit einem platzierten Schuss für das 3:0 und damit für die Entscheidung sorgte.

Der Widerstand der Gütersloher war nun sichtlich gebrochen, die Unterstützung ihrer Fans dagegen keineswegs. Sven Hozjak nahm die Matchwinner Serrone und Loheider raus und brauchte dafür Mike Pihl und Damir Ivancicevic. Insbesondere Pihl hätte danach mehrfach noch das Ergebnis höher schrauben können, scheiterte aber zweimal am Torwart.

Somit begnügte sich die HSV mit dem hochverdienten 3:0 und kann mit dem Start in das Fußballjahr 2017 mehr als zufrieden sein. Das sahen auch die mitgereisten Fans so, die nach Schlusspfiff die Leistung ihrer Mannschaft gebührend feierten. Damit scheint die HSV gerüstet für die nächsten schweren Wochen mit den Spielen gegen Arminia Bielefeld II, dem Spitzenduell in Lippstadt und dem Derby gegen Westfalia Rhynern. das dann am 5. März vor hoffentlich sehr vielen Zuschauern in der EVORA-Arena stattfinden wird. ms

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