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Klassenunterschied

101129SP15HSV vergisst in Emsdetten beinahe das Toreschießen

Beim 3:0-Erfolg erspielen sich die Hammer viele hundertprozentige Chancen
EMSDETTEN ▪ Auf die Haarpracht ihres Trainers nahmen die Spieler der Hammer SpVg keine Rücksicht. Der Westfalenligist gestaltete die Auswärtspartie bei der SpVg Emsdetten 05 zwar deutlich überlegen, betätigte sich im Verwerten der vielen daraus resultierenden Torchancen aber allzu fahrlässig.

„Da sind sicher fünf oder sechs graue Haare dazugekommen“, scherzte Holger Wortmann nach dem 3:0-Erfolg, den die HSV in den Schlussminuten sicherstellte. Bis zur 84. Minute führte der Gast nur knapp mit 1:0, so dass zumindest theoretisch der Ausgleich drohte. „Ich hatte aber keine Angst, dass noch etwas anbrennt. Ich war mir sicher, irgendwann rutscht einer rein“, brachte Wortmann den Verlauf der einseitigen Begegnung auf den Punkt.

Lediglich in den ersten 20 Minuten kamen die Gäste im Salvus-Stadion nicht ins Rollen. Der angefrorene Boden bereitete der HSV offensichtlich Probleme, was sich besonders im Passspiel zeigte. „Der Platz war eine Katastrophe“, meinte Giancarlo Fiore. So hatte Emsdetten die erste Gelegenheit, als Erhan Toylular einen Schuss aufs Tor von Dominique Nowak abließ (6.). Die Hammer nutzten gleich ihre erste Chance zur Führung. Nico Schiller hatte von links Haluk Metin bedient (22.). Eingeleitet wurde der Treffer durch Sebastian Senger, der den Vorzug vor dem wieder genesenen Kurtulus Öztürk erhielt und sich robust den Ball in der gegnerischen Hälfte erkämpft hatte. „Dem 0:1 ist ein ganz klares Foulspiel vorausgegangen, das nicht gepfiffen wurde“, ärgerte sich SVE-Coach Bodo Gadomski. Wortmann bewertete die Szene als regelkonformen Körpereinsatz: „Das ist immerhin Westfalenliga.“

Während die Hammer nun zu ihrem Spiel fanden, wirkten die noch immer sieglosen Gastgeber verunsichert. Zwar verfehlte Isuf Asllani direkt im Anschluss nur knapp das HSV-Tor (24.), doch anschließend kam Emsdetten bis zur Pause kaum mehr aus der eigenen Hälfte heraus. Die Gäste suchten bei Ballgewinn schnell den Weg über die Flügel und erzeugten ständig Torgefahr. So scheiterte Fiore nach einem Querpass von Semih Aktas ebenso am SVE-Schlussmann Nico Menebröcker (26.) wie sechs Minuten später mit einem Kopfball. Schiller traf aus 16 Metern nur den Innenpfosten (41.) und dann Fiore verzog freistehend aus sieben Metern (42.). Das waren nur die besten der vielen HSV-Möglichkeiten. „Wenn wir in der ersten Halbzeit die Tore machen, spielt es sich einfacher. Wir hätten zur Pause 4:0 führen können“, sagte Fiore.

Nach dem Wechsel ging es unverändert weiter. Metin scheiterte mit einem Heber vom linken Fünfmeterraum-eck (48.), Schillers Schuss wurde im letzten Moment geblockt (50.), erneut Metin schoss aus spitzen Winkel direkt auf den Keeper (59.) und Aktas umdribbelte gleich Keeper Menebröcker und dessen Gehäuse (62.). „Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Wir waren engagiert und hatten gute Aktionen über die Außen. Aber ich muss ihr definitiv vorwerfen, die Torchancen nicht genutzt zu haben“, sagte Wortmann.

Mit zunehmender Spielzeit ließen die Hammer nach, hatten nicht mehr soviel Zug und Präzision. Emsdetten war nun halbwegs ebenbürtig und beinahe wäre die Leichtfertigkeit der HSV vor dem SpVg-Tor bestraft worden: Doch Alexander Thiele hatte im Strafraum gegen Sven Mersch gut aufgepasst (73.). Es war allerdings die einzige nennenswerte Szene der biederen Gastgeber.

In der 84. Minute erlöste Fiore den Hammer Anhang dann doch noch mit dem 2:0. Außerdem traf Markus Krawietz, der ebenfalls nicht zur Startelf gehörte, unmittelbar vor dem Schlusspfiff. „Ich bin froh, dass es am Ende vom Ergebnis doch noch deutlich ausgefallen ist“, war Wortmann versöhnt. bob

SpVg Emsdetten 05: Menebröcker – Wolters, Göcke, Catanzaro, Krassowski (67. Günana) – Schneider, Gamann, Wichtrup (46. Emekci), Strauß – Toylular (62. Mersch), Asllani
Hammer SpVg: Nowak – Blesz, Thiele, S. Dyballa, Kaminski – Senger, M. Dyballa (87. Kücük) – Fiore, Schiller (67. Krawietz) – Aktas, Metin (75. Backszat)
Schiedsrichter: Markus Westhoff (Gütersloh)
Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Metin (22.), 0:2 Fiore (84.), 0:3 Krawietz (90.)
Gelbe Karten: – / Kaminski

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