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Endlich wieder Fußball - Endlich wieder Punkte!

20170312SuSHSVHamm wollte den Sieg in Neuenkirchen mehr und bekam ihn

Am Ende war es mit dem 3:2 (2:2)-Sieg der HSV die erwartet knappe Angelegenheit in einer Partie, die von A wie Ausrutscher, über E wie Elfmeter, N wie Nervenkitzel, bis hin zu Z wie Zufallstreffer, alles zu bieten hatte. Die HSV kam gut in die Partie und machte vom Anpfiff weg Druck auf die Neuenkirchener Hintermannschaft. Den ersten Treffer erzielten jedoch die Gastgeber.

Nachdem HSV-Kapitän Felix Fuchs, der das erste Mal seit seinem Wechsel vom SuS zur Hammer Spielvereinigung ins Neuenkirchener Waldstadion zurückkehrte, sein Gegenspieler entwischt und davongelaufen war, konnte Erdal Kaleoglu die fällige Torchance nur noch mit unfairen Mitteln verhindern, so dass Schiedsrichter Jörn Schäfer zum ersten Mal an diesem sonnigen Fußballnachmittag auf den Punkt zeigte. Den folgenden Strafstoß verwandelte SuS-Kapitän Nico Haverkamp sicher zum zu diesem frühen Zeitpunkt bereits schmeichelhaften Führungstreffer (7.).

Nur fünf Minuten später sollte die Angriffsmaschinerie der Gäste belohnt werden. Und so war es Dalibor Gataric, der vom linken Flügel in Richtung des gegnerischen Sechzehners dribbelte und auf Höhe der Strafraumgrenze nach Innen ziehen wollte, wobei ihm Lars Pöhlker etwas im Weg war und ihn durch eine leichte Berührung am Fuß zu Fall brachte. Was folgte, war bereits der zweite Elfmeter der Partie. Auf Hammer Seite schnappte sich Manuel Dieckmann das Leder und auch er verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich (12.). Es war also noch keine Viertelstunde gespielt, da hatte die Partie den 365 Zuschauern bereits einiges geboten.

Ehe sich die Zuschauer aber daran gewöhnen konnten, dass es quasi bei Null wieder losging, kam Mike Pihl an den Ball und zog wie zuvor Gataric über die linke Seite in den Neuenkirchener Strafraum. Er konnte allerdings nicht gestoppt werden, schlug in bester Arjen-Robben-Manier einen Haken in die Mitte und zog den Ball in einer Bogenlampe über SuS-Torwart Lukas Fiedler hinweg in den oberen rechten Winkel (20.).

Mit der Führung im Rücken spielten die Hammenser weiter gefällig nach vorne und kamen mit den schwierigen Platzverhältnissen sichtlich besser zurecht, während sich die Neuenkirchener bei ihren Aktionen meist auf Konter beschränkten. Und nicht selten waren es Abpraller und Pressschläge, die die Gastgeber in Ballbesitz hielten und auch hin und wieder gefährlich vor das Tor von Philip Faderl brachten.

Kurz vor der Halbzeit war die unterhaltsame Partie wieder ein wenig auf den Kopf gestellt. Die bessere Spielanlage hatten zwar die Gäste, aber die Heimmannschaft blieb auch weiter gefährlich und so verwandelte Malte Nieweler einen Abpraller nach einem Standard zum 2:2 (43.)

Nach Wiederanpfiff ging das Spiel ähnlich munter weiter und am Gesamtbild änderte sich nichts. Die HSV spielte kontrolliert nach vorne, ohne aber die ganz große Torgefahr zu erarbeiten. In der 58. Minute folgte auf der anderen Seite stattdessen der erste Wachrüttler, als ein Ball von Malte Nieweler an den kurzen Pfosten hinter Philip Faderl prallte. Kurz darauf kam auf Hammer Seite David Loheider für den im Abschluss heute glücklosen Damir Ivancicevic in die Partie und brachte noch einmal frischen Wind aufs Spielfeld (60.). Chancen hüben wie drüben sorgten dafür, dass die Partie weiterhin nichts von ihrem Unterhaltungswert einbüßte und vor allem Philip Faderl war es in dieser Phase, der mehrfach gegen die SuS-Offensive parierte und das Unentschieden festhielt.

In der 74. Minute stand wieder einmal HSV-Abwehrmann Felix Fuchs im Mittelpunkt, als es nach einer Ecke vor dem Tor der Neuenkirchener äußerst unübersichtlich wurde und die Situation erst ein Ende fand, als ein versuchter Befreiuungsschlag der Gastgeber nur den Rücken des HSV-Kapitäns fand, von wo aus der Ball als Abpraller den Weg zum umjubelten 2:3 ins Tor fand.

Was nun folgte waren die gefühlt längsten 17+4 Minuten, die der fortan im Wechselbad der Emotionen badende HSV-Fan ertragen musste. Die Gastgeber erkämpften sich nun zunehmend Chancen auf den Ausgleich, aber zahlreiche erfolglose Ecken und einige Pfostentreffer waren alles, was dabei herum kam, während die Hammer mit einigen Kontern versuchten, Nadelstiche zu setzen.

Mit Ablauf der regulären Spielzeit dachte wohl auch das Gros der anwesenden Zuschauer, dass nun die Entscheidung gekommen sei. Denn Dalibor Gataric dribbelte sich im gegnerischen Strafraum an drei Gegenspielern vorbei, ehe er gelegt wurde und es zum dritten Mal in der Partie Elfmeter hieß. Ein Zweifler unter den Anwesenden war wohl HSV-Coach Sven Hozjak, der nicht hinsehen mochte und sich kurzer Hand in den Hammer Fanblock mischte, um sich kurz darauf in seiner Sorge bestätigt zu fühlen. Der eingewechselte Semih Daglar war zum Punkt geschritten, aber Lukas Fiedler im Kasten des SuS wehrte den Ball ab und auch der Abpraller brachte keine Torgefahr mehr.

Nach dem vergebenen Matchball folgte eine weitere Hiobsbotschaft für die weinrote Fraktion, als Schiedsrichter Jörn Schäfer vier Finger in die Luft hielt, um damit die vorgesehene Nachspielzeit anzuzeigen. Vier Minuten, die nun in einer reinen Abwehrschlacht im Sechzehner von Philip Faderl mündeten. Ihm und seiner Hintermannschaft, die in dieser Phase aus dem Maximum von zehn Spielern bestand, ist es zu verdanken, dass die drei Punkte mit in den Hammer Osten fahren durften.

Zeitgleich verlor der SV Lippstadt 08 im Spitzenspiel am heimischen Bruchbaum gegen den TSV Marl-Hüls, so dass unsere Mannschaft bereits jetzt, in der durch zahlreiche Spielausfälle verzerrten Tabelle, auf den zweiten Aufstiegsplatz zurückkehren konnte. Sollten die Spitzenmannschaften ihre Nachholspiele allesamt erfolgreich absolvieren, wäre durch das 0:0 des TuS Erndtebrück beim FC Brünninghausen heute der Abstand auf Platz eins auf einen Punkt reduziert und der Vorsprung auf Platz drei, den nun der TSV Marl-Hüls einnimmt, auf vier Punkte ausgeweitet.

Aber alle Zahlenspiele helfen uns nicht weiter. Das einzige was zählt sind Punkte, und davon sollen die nächsten bereits am kommenden Sonntag gegen den TuS Ennepetal eingefahren werden. tr

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