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Auch mehr als eine Stunde Unterzahl kriegt unser Team nicht klein

20170326FCBHSVHamm siegt beim starken Aufsteiger FC Brünninghausen mit 1:0 und marschiert weiter

Schon in der vierten Spielminute stellte Brünninghausens Top-Torjäger Florian Gondrum klar, in welche Richtung die Partie heute gehen sollte, indem er einen Schuss an den linken Außenpfosten des Gehäuses von Philip Faderl setzte. Es ging also nur nach vorne für den Gastgeber und neben der HSV-Abwehr und den 250 Zuschauern durfte sich auch Schiedsrichter Alexander Wensing bei fünf Gelben und zwei Roten Karten in einer zwar verbissen, jedoch keineswegs überhart geführten Partie nicht über Langeweile beklagen.

In der Anfangsviertelstunde hatten unsere Jungs, bei denen Semih Daglar für Giacomo Serrone ins Team gerückt war, zwar etwas mehr Ballbesitz und Kontrolle über die Partie, dennoch kamen die Gastgeber aus dem Dortmunder Vorort immer wieder zu Abschlüssen, die aber entweder harmlos ausfielen oder ihr Ziel komplett verfehlten.

In der 29. Minute rückte der ohnehin zuvor schon von den Zuschauern und Akteuren hart kritisierte Schiedsrichter Alexander Wensing in den Mittelpunkt, als er David Loheider mit glatt Rot vom Platz schickte. Was war passiert? Nach hohem Zuspiel in den gegnerischen Strafraum nahm der "Lowrider" den Ball mit langem Bein perfekt mit und übersah dabei den herausstürmenden Torwart Muhammed Acil, in den er frontal hineinrasselte und mit eben hohen Bein am Brustkorb erwischte. So jedenfalls sahen es die Unparteiischen.

Fortan in Unterzahl setzte unsere Mannschaft noch einmal zu einer letzten Schlussoffensive in Halbzeit eins an und kam durch einen schönen Schlenzer von Mike Pihl von der Straufraumgrenze zum Führungstreffer in der 40. Minute.

Nur drei Minuten später hatte Semih Daglar gar den zweiten Treffer auf dem Fuß, als er nach tollem Steilpass von Mike Pihl nur knapp an FCB-Keeper Acil scheiterte, der noch die Hand hoch riss, um den Ball nach außen abzuwehren. In Unterzahl, aber mit dem guten Gefühl einer knappen Führung ging es in die Halbzeit, aus der man später als die Gastgeber zurück auf den Platz kam.

Was nun folgte war reines Anrühren von massivem Beton. Die Gastgeber machten von Wiederbeginn an ordentlich Druck auf das Hammer Tor, konnten aber keinen ihrer Versuche im Kasten unterbringen. Die wenigen Entlastungsangriffe, die über eine einzeln verbliebene Spitze, anfangs noch Daglar, später Serrone, liefen, konnten meist nicht zu Ende gespielt werden. Erst nachdem Schiedsrichter Wensing die drei Minuten Nachspielzeit signalisiert hatte und Brünninghausens Torhüter bei einer Ecke mit vor das Hammer gerückt war, konnte der für den Torschützen Mike Pihl eingewechselte Damir Ivancicevic auf der linken Angriffsseite an den Ball gelangen und hätte womöglich aus großer Distanz den verwaisten Kasten getroffen. Hätte Raimund Büth ihn nicht von den Beinen geholt. Diesem Foul folgte die zweite Rote Karte der Partie, die allerdings als Notbremse unstrittig war. Und nachdem sich die Akteure auf dem Platz noch einmal alle im Mittelkreis versammelt hatten, um ihre unterschiedlichen Meinungen untereinander auszutauschen, gingen die letzten zwei Minuten Nachspielzeit, die noch auf die angekündigten drei Minuten draufgeschlagen wurden, mit zehn gegen zehn zu Ende.

Bei der anschließenden Pressekonferenz konnte bei HSV-Trainer Sven Hozjak keine richtige Euphorie aufkommen. Zwar freute er sich über die drei Punkte, fand aber ansonsten ausschließlich lobende Worte für den Gegner, allen voran Trainer Alen Terzic, der heute wie auch in den Partien zuvor seine Mannschaft hervorragend ein- und aufgestellt hatte. Bei Terzic überwog verständlicherweise die Enttäuschung, dass gegen die vielbeinige Abwehr nicht wenigstens der Ausgleich gelang und Raimund Büth nach seinem Platzverweis erst einmal fehlen wird.

Doch es bleibt auf beiden Seiten keine Zeit um groß Trübsal zu blasen. Am kommenden Sonntag um 15 Uhr geht es für unsere Mannschaft weiter, und dann wird mit dem 1. FC Kaan-Marienborn der nächste Aufsteiger zu Gast in der heimischen EVORA-Arena sein. Fehlen wird dann allerdings David Loheider, der nach seiner zweiten Roten Karte in der laufenden Saison wohl leider eine etwas längere Sperre erwarten darf. tr

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