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Erste Mannschaft der Hammer Spielvereinigung

Oben wird die Luft immer dünner

20170507DaglarAuswärtsniederlage gegen Eintracht Rheine maximiert Spannung vor dem Derby

"Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß." Zu dieser Erkenntnis kam seiner Zeit schon der WM-Final-Torschütze von 1990 Andreas Brehme und diesen tiefsinnigen Ausspruch kann man in diesen schwierigen Wochen eins zu eins auf die Oberligamannschaft der Hammer Spielvereinigung übertragen. Nicht wegen der erneuten Niederlage, die mit dem 3:1 für den FC Eintracht Rheine definitiv ein Tor zu hoch ausgefallen ist, sondern wegen der vielen Randerscheinungen drumherum.

Nach dem Ausfall von David Loheider kurz vor dem Spiel gegen Aplerbeck vergangenen Sonntag, bei dem mittlerweile ein Muskelfaserriss diagnostiziert wurde, war es vor der heutigen Partie Danijel Gataric, der wenige Minuten vor Anpfiff wegen einer leichten Blessur die Segel streichen musste, um kein Risiko einzugehen. Für ihn rückte Yakup Köse in die erste Elf. Und diese erste Elf legte direkt los wie die Feuerwehr. Mit dem letzten Heimerfolg im Rücken sichtlich selbstbewusster als zuletzt, war es bereits in der achten Minuten Semih Daglar, der einen Abpraller nach einer Ecke unter die Latte setzte und den Führungstreffer für die HSV markierte.

In einer kraftraubenden ersten Halbzeit, in der HSV-Coach Sven Hozjak nicht nur seine Spieler, sondern nach rund 15 gespielten Minuten auch die mitgereisten Hammer-Fans antrieb, alles zu geben, versäumten es unsere Jungs leider einen weiteren Treffer nachzulegen, zumal sie bis dahin den Gegner nicht zu großen Chancen haben kommen lassen. So ging es mit dem 0:1 in die Pause.

Nach dem Wechsel dann ein etwas anderes Bild. Die Gastgeber nun mit mehr Druck auf das Hammer Tor und gerade einmal fünf Minuten nach Wiederanpfiff war es ein Schuss von Julius Hölscher, der noch abgefälscht wurde und an Mann und Maus vorbei ins Netz kullerte. Ausgleich. Und damit nicht genug, denn frei nach Andy Brehme, war es damit natürlich nicht getan. Zu allem Überfluss verletzte sich HSV-Abwehrrecke Felix Fuchs in einem Zweikampf so schwerwiegend, dass er in der 57. Minute den Platz verlassen musste. Ob er der Mannschaft in dieser Saison noch helfen kann, bleibt abzuwarten. Die Verletzung von Fuchs wurde von Coach Hozjak für einen Doppelwechsel genutzt. So kam Damir Ivancicevic für Fuchs und Kevin Thume für Yakup Köse ins Spiel.

Der Rest der Partie war ein wahres hin und her auf dem Platz, mit den zwingenderen Aktionen vom FCE vor dem Tor von Philip Faderl, was hauptsächlich dem geschuldet war, dass nach den vielen Umstellungen im Team die Räume für den Gegner zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen nicht immer kompakt gehalten wurden und dass die HSV-Abwehr es sich heute besonders schwer tat, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. Die eigenen Nadelstiche, die unsere Mannschaft offensiv versucht hat zu setzen, blieben allesamt erfolglos und die ganz große Gefahr konnte man nicht heraufbeschwören.

Im Laufe der Partie kam auf und neben dem Platz immer mehr Hektik auf, wozu Schiedsrichter Florian Exner, der den Spielern heute sehr viel durchgehen ließ, mit seiner Art zu Pfeifen und zu Ahnden durchaus seinen Beitrag geleistet hat. Lange sah es nach einem Unentschieden aus und während einige der mitgereisten Hammer unter den 517 Zuschauer in der OBI-Arena mit Blick auf die Spielstände auf den anderen Plätzen sich bereits mit dem Gedanken an eine Punkteteilung anfreundeten, war es in der 88. Minute diesmal ein Schuss von Philip Fontein, der genau wie schon der Ausgleichstreffer, unglücklich abgefälscht den Weg ins Tor fand. 2:1 für die Heimmannschaft, 1:1 für Verfolger Westfalia Rhynern gegen den TuS Ennepetal und gar ein 2:1-Rückstand des Tabellenführers TuS Erndtebrück beim SC Hassel. Soweit zu diesem späten Zeitpunkt der Stand der Dinge.

Zum Wiederanpfiff in Rheine zeigte Schiedsrichter Exner satte fünf Minuten Zuschlag an. Zeit genug für unsere Jäuster nochmal alles nach vorne zu werfen, um noch den Ausgleich zu erzwingen. Auch das sollte heute aber nicht gelingen und stattdessen gab es quasi mit dem Schlusspfiff gegen die aufgerückten Hammer noch einen herausgespielten Treffer in dieser Partie, der den 3:1-Endstand bedeutete.

Jetzt war die eigene Partie zwar endlich vorbei, aber dennoch hieß das an diesem Tage nicht, dass es nicht noch schlimmer geht. Die Konkurrenz aus Rhynern erzielte in der Schlussminute noch den 2:1-Siegtreffer und kommt nun als besser platziertes Team in die EVORA-Arena, wo es am Mittwoch um 18:45 Uhr für unsere Jungs nun darum geht, sich den zweiten Platz zurückzuholen. Auch diese Partie mit den vielen Nackenschlägen muss nun abgeschüttelt werden. Die Ergebnisse dieses Spieltags zeigen, dass weiterhin jeder jeden schlagen kann und auch die anderen Topteams einige Punkte liegenlassen. Dies gilt es nun zu nutzen. Ab sofort ist unser Team wieder Jäger und Punktesammler und auch wenn es die Tabelle auf den ersten Blick nicht hergibt: Platz zwei ist nach wie vor aus eigener Kraft zu schaffen. tr

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