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Erste Mannschaft der Hammer Spielvereinigung

Hamm trauert, Rhynern feiert

20170511DerbyHSV unterliegt im Ortsderby mit 0:1

Auch am Morgen danach schmerzt die bittere 0:1-Niederlage gegen Westfalia Rhynern noch sehr, während die Gäste heute bestens gelaunt den sonnigen Tag genießen dürften. Wie groß die Anspannung vor und während des Derbys dann auch war, zeigte sich bei allen Akteuren unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Während die Hozjak-Elf tief enttäuscht auf den Rasen sank und auch die eine oder andere Träne vergoss, feierte die Westfalia den Sieg noch lange nach Spielende ausgiebig und ausgelassen.

Erst mit fast 20 Minuten Verspätung konnte Referee Fabian Maibaum das mit Spannung erwartete Match um Tabellenplatz zwei der Oberliga Westfalen anpfeifen, denn zu viele der Zuschauer hatten sich erst spät auf den Weg zur EVORA-Arena gemacht und mussten sich in langen Schlangen vor den Kassen gedulden. Am Ende sollten es dann mehr als 3300 Zuschauer werden. Absoluter Spitzenwert in der Fußball Oberliga Westfalen, der die Hammer Spielvereinigung mit großem Abstand uneinholbar von Platz eins der Zuschauertabelle auf den Rest der Liga blicken lässt und zeigt, dass das Potential für höherklassigen Fußball in Hamm absolut gegeben ist. Rechnerisch zwar immer noch nicht sicher, aber inzwischen äußerst wahrscheinlich, wird der SV Westfalia Rhynern dies nach dem gestrigen Derbysieg in der nächsten Saison in der Regionalliga West beweisen dürfen.

Das Spiel selbst ist schnell erzählt: In einer für ein rassiges Derby eher untypisch fairen Begegnung ohne große Aufreger, das zudem auf einem fussballerisch insgesamt überschaubaren Niveau stattfand, war es Mathieu Bengsch schon in der 35. Minute vergönnt, die Partie mit dem einzigen Tor des Abends zu entscheiden. Nach rund 15 Minuten des Abtastens hatte die HSV die Gäste zunächst immer weiter in die Defensive gedrängt und war mehrmals ganz nah an der Führung. Doch Gataric, Ivancicevic, Kisker und Thume vergaben ihre Chancen knapp oder scheiterten am hellwachen Gästekeeper Hahnemann. Das Tor fiel dann allerdings auf der anderen Seite.

Rhynern verwaltete die Führung in Durchgang zwei clever und lauerte auf weitere Chancen, während die Hammer die Lücke zum Tor suchten, aber heute nicht finden sollten. Spätestens als Sven Hozjak in der 56. Minute Verteidiger Erdal Kaleoglu verletzt auswechseln musste, zeigte sich, dass der aktuelle Aderlass im Ligaendspurt nicht mehr zu kompensieren sein würde. Mit Felix Frank, Manuel Dieckmann, Patrick Franke, Felix Fuchs, Danijel Gataric, David Loheider und nun auch noch Erdal Kaleoglu fehlten der HSV beachtliche sieben Spieler.

So kam der eigentlich offensive Nils Kisker also zu seinem Debut als Innenverteidiger, während Semih Daglar für Kaleoglu die Offensive beleben sollte. Doch selbst die Einwechselung des angeschlagenen David Loheider für den glücklosen Damir Ivancicevic (62.) brachte keine entscheidende Wende mehr. Rhynern hatte erneut das bei der HSV seit einigen Wochen verschwundene Spielglück gepachtet und brachte die Führung auch über die vierminütige Nachspielzeit.

Die Gäste halten den Aufstieg in die Regionalliga nun in der eigenen Hand und die HSV kann allenfalls noch auf einen gleichzeitigen Ausrutscher des Ortsrivalen hoffen, sofern sie ihre verbleibenden vier Spiele gewinnen sollte. Doch die haben es in sich, denn am Sonntag geht es gegen den TSV Marl-Hüls und am folgenden Mittwoch zum Spitzenreiter TuS Erndtebrück, gefolgt von den Partien gegen den SC Hassel und am letzten Spieltag gegen den bereits feststehenden Absteiger SpVgg Erkenschwick.

So lange Platz zwei rechnerisch noch nicht abgeschrieben werden muss, ist Hozjaks Aufgabe nun also, seine Mannschaft wieder aufzubauen und sie auf die kommenden Aufgaben einzustellen. Vielleicht kann das nötige Spielglück ja auch in Hamm mal wieder erzwungen werden ... ug

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