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Nach starker Leistung erster Sieg im dritten Spiel

20170827HSVS04IIFavoritenschreck: Hamm erkämpft sich den 1:0-Sieg gegen FC Schalke 04 II

Immer noch keine Hammer Tore, aber dafür der erste Dreier der Saison. Und was für einer das war! Zum Spiel gegen die Hammer Spielvereinigung kam mit der U23 des FC Schalke 04 neben Team-Manager Gerald Asamoah, der mehr als einmal für die königsblauen Anhänger unter den 1100 Zuschauern für gemeinsame Fotos zur Verfügung stand, auch Breel Donald Embolo mit dem S04-Tross in die EVORA-Arena. Zur Saison 2016/17 war Embolo der bis dato teuerste Transfer in der Schalker Vereinsgeschichte. Doch auch ein Spieler dieser Qualität muss sich nach einem Wadenbeinbruch erstmal wieder auf den Platz zurückkämpfen, und so konnte Embolo nur bedingt zum Spiel beitragen.

Das Spiel begann wie erwartet mit leichten Ballbesitzvorteilen für die Gäste, woraus aber anfangs keine gefährlichen Situationen resultierten. Wie schon in den bisherigen Oberligapartien hielt die Verteidigung um Marius Kröner und Aldin Kljajic allen Angriffsbemühungen des Gegners stand, und so konnten unsere Jäuster schon früh eigene Aktionen nach vorne starten. In der 13. Minute stellte Joshua Bitter in Reihen des S04 den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf. Eigentlich wollte er den Ball nach einer scharfen Hereingabe von Laurenz Wassinger zu seinem Schlussmann Denis Wieszolek zurückköpfen, doch die Flugkurve des Balles war so unglücklich, dass das Spielgerät von Bitters Kopf über seinen Torhüterkollegen hinweg ins eigene Tor flog.

Somit also nach einer knappen Viertelstunde im dritten Ligaspiel endlich der erste Treffer FÜR Hamm, aber immer noch kein Tor VON Hamm, was HSV-Coach Sven Hozjak auf der anschließenden Pressekonferenz noch einmal ausdrücklich betonte.

In Folge des ersten Saisontreffers witterte unsere Mannschaft erste Siegesluft und hatte durch einen Distanzschuss von Alan Bezhaev (20.), der zur Ecke abgelenkt wurde, einem Flugkopfball von Aldin Kljajic nach eben dieser Ecke und einer ganz dicken Möglichkeit für Laurenz Wassinger, der seinem Gegenspieler entwischt war und frei vor Wieszolek auftauchte (27.), weitere ausgezeichnete Möglichkeiten gegen in dieser Phase recht planlos wirkende Gelsenkirchener.

Ab der 30. Minute hatten sich die Königsblauen wieder besser im Griff und erhöhten den Druck auf die Hammer Abwehrreihen, aber wie schon zuvor fehlten die klaren Ideen, um sich echte Chancen zu erarbeiten. Die einzige richtige Torgefahr bestand in der 23. Minute, als Richard Weber einen Freistoß der Schalker mit dem Kopf in Richtung Tor von Jarno Peters verlängerte und der Ball knapp am Pfosten vorbeizischte.

In der zweiten Halbzeit war dann deutlich mehr Zug aufs Tor der HSV zu verspüren. Die Schalker brachten mit dem Wiederanpfiff Alper Ademoglu für Janis Grinbergs und legten direkt los mit einem Sturmlauf, der über die reguläre Spielzeit hinweg mal mehr, mal weniger intensiv andauern sollte. In der 51. Minute hatten die Königsblauen allerdings noch einmal besonders viel Glück, als Bennet Eickhoff im gegnerischen Sechzehner zu Fall gebracht wurde. Aber der Pfiff des Unparteiischen Jörn Schäfer, der viel durchgehen ließ, blieb wie so oft an diesem Nachmittag aus. Stattdessen wäre diese Aktion beinahe ins Negative umgeschlagen, denn im direkten Gegenzug tauchte der letztjährige Torschützenkönig der Regionalliga Südwest und heutige Spielführer Muhamed Alawie alleine vor HSV-Torwart Jarno Peters auf, der spätestens mit dieser Parade den höchsten Status erreicht hat, den ein Hammer Torwart bekommen kann, denn erstmalig fiel heute wieder der Begiff "Schnapper". Nicht alleine durch die heutige Leistung absolut zurecht.

Weitere dicke Möglichkeiten für die Gäste sollten allerdings noch folgen. In der 60. segelte ein Kopfball von Alawie äußerst knapp am Tor vorbei, in der 64. setzte Arnold Budimbu einen Gewaltsschuss an den kurzen Pfosten und Muhamed Alawie bekam den Ball so überraschend vor die Füße, dass er ihn am halb verwaisten Tor vorbeisetzte. In der 68. Minute kam auf Hammer Seite Volkan Ekici für Laurenz Wassinger ins Spiel und auch für Bundesligaprofi Breel Embolo war Schluss. Für ihn kam Benedikt Zahn. Weitere Highlights der letzten zwanzig Minuten waren dann die Auswechslungen von Jonas Carls auf Schalker Seite, für den Florian Bohnert hinein kam (75.), und David Loheider, der unter rauschendem Applaus der Tribüne das Feld verließ und durch den jungen Robin Przybilla ersetzt wurde (79.) Doch damit nicht genug, in der 91. Minute kam dann für die HSV auch noch Niklas Nölle für Leon Tia aufs Feld und neben wenigen Befreiungsaktionen, die unsere Nachwuchshoffnung Robin Przybilla mit etwas mehr Erfahrung vielleicht noch besser in die Spitze bringt, passierte nichts Nennenswertes mehr. Die HSV-Verteidigung stand, die Schalker kamen nicht durch und nach drei Minuten Nachspielzeit mussten alle, die es mit Schalke hielten, erkennen, dass ihr Vorhaben, das Hammer Bollwerk zu knacken, heute einfach nicht gelingen sollte.

Zwar stellte Sven Hozjak nach der Partie fest, dass der Abpfiff gerade noch rechtzeitig kam, denn im Spielverlauf konnte man erkennen, dass die Physis der Schalker zum Ende hin den Unterschied machte. Mit Blick auf die kommende Aufgabe beim SC Westfalia Herne, der hinter den Sportfreunde Siegen nach drei Spielen auf Platz zwei steht, dürfen alle Zuschauer kein Feuerwerk seiner Mannschaft erwarten, denn auch im dritten Spiel hat die Hammer Spielvereinigung immer noch kein eigenes Oberligator erzielt. Aber wenigstens endlich mal gewonnen und mit dieser Defensivleistung auch heute absolut verdient, wenn auch ein wenig glücklich. tr

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