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Punkteteilung in der Mondpalast-Arena

20170903SCWHSVHamm erkämpft gegen Westfalia Herne ein 1:1-Unentschieden

„Wir müssen und können mit dem Ergebnis Leben“, ließ Coach Sven Hozjak nach dem Spiel gegen den erwartet starken Aufsteiger aus Herne wissen und war sich in dieser Bewertung mit Hernes Trainer Christian Knappmann einig. Dabei wäre für Hamm auch heute wieder mehr drin gewesen. Zuvor hatten die rund 600 Zuschauer eine verbissen umkämpfte, aber durchaus faire Partie mit einigen Aufregern gesehen, die Knappmann wenige Minuten vor Abpfiff wegen zu lautstarker Kritik am Schiedsrichtergespann noch von der Tribüne aus weiterverfolgen musste.

Der Rückkehrer in die Oberliga Westfalen und vor dem Spieltag noch Tabellenzweite legte mit entsprechend breiter Brust von Beginn an ein hohes Tempo auf dem schwierigen Geläuf der Mondpalast-Arena vor, die dem SC Westfalia Herne bis zur Fertigstellung des Kunstrasens im heimischen Stadion am Schloss Strünkede als Ausweichspielstätte dient. Die HSV dagegen kam nicht so gut ins Spiel und bemühte sich zunächst um Ordnung. Die einzige Sturmspitze gab heute Laurenz Wassinger, da sich sein Sturmpartner David Loheider in der Trainingswoche mit einer leichten Muskelverletzung in das ohnehin schon gut gefüllte Hammer Lazarett begeben hatte und die vollen 90 Minuten ein zu großes Risiko bedeutet hätten.

Nach sieben Minuten war es trotz des Herner Sturmlaufs Hamms Laurenz Wassinger, der nach einer Ecke den ersten Abschluss für sich verbuchte. SCW-Schlussmann Robert Moewes war allerdings zur Stelle. Drei Minuten später traf dann Hernes Robin Klaas mit einem Distanzschuss die Latte. In der 24. Minute hatte Wassinger, ebenfalls mit einem Distanzschuss, die nächste gute Möglichkeit, verzog allerdings äußerst knapp am Herner Tor vorbei.

Die HSV war nun im Spiel und die Partie wog hin und her. Nach einem Hammer Angriff kam die Westfalia dann zu einem schnellen Konter, dem ein Foul vorausgegangen war, über das sich die Hammer noch beschwerten, als Nico Thier aus halbrechter Position abschloss und Jarno Peters dabei keine Chance ließ (28.). Doch die HSV zeigte sich vom Rückstand keineswegs geschockt und drängte sofort auf den Ausgleich. Und der gelang noch vor der Pause in der 42. Minute dem Hammer Kapitän Marius Kröner, der dabei von Wassinger gut angespielt wurde.

Zum zweiten Durchgang wechselte Christian Knappmann doppelt. Timo Ballmann kam für Justin Klein und Maurice Kühn für den Ex-HSVer Damir Kurtovic. Doch Hamm hatte das Spiel nun im Griff und wollte einen weiteren Treffer, während Herne nachließ und sich auf Konter konzentrierte. Wassinger und zweimal Tia hätten es richten können, doch sie trafen das Tor nicht oder scheiterten am SCW-Keeper. Der konnte sich in der 61. Minute erneut auszeichnen, als Hamm nach einem Handspiel des eingewechselten Maurice Kühn einen Strafstoß zugesprochen bekam, den Schütze Laurenz Wassinger allerdings zu mittig platzierte und damit zur sicheren Beute für Robert Moewes machte. Kurz darauf war Schluss für Wassinger (63.) und David Loheider kam, während bei den Hernern Maurice Temme Platz für Sebastian Mützel machte.

Beide Mannschaften hatten in der Folge mehr oder weniger gute Möglichkeiten, doch ein Tor sollte nicht fallen. In der 72. Minute wechselte Sven Hozjak zum letzten Mal und brachte Ralf Schneider für Volkan Ekici. Nach einem harmlosen Zweikampf in der 80. Minute stellte sich der 1,94 Meter-Riese Maurice Kühn dem 25 cm kleineren Patrick Franke in den Weg und wollte offensichtlich diskutieren. Franke stieß Kühn mit beiden Händen von sich, woraufhin Kühn theatralisch zu Boden sank und dort liegen blieb. Die Herner Bank hatte, ebenso wie die Herner Zuschauer, eine Tätlichkeit gesehen und forderte vehement einen Feldverweis für Franke. Doch Schiedsrichter Benjamin Schäfer hatte die Szene genauer gesehen und beließ es bei der Gelben Karte. Von nun an bekam Franke allerdings bei jedem Ballkontakt den Unmut der heimischen Zuschauer zu hören, ließ sich davon aber nicht beirren. Kühn hatte sich erwartungsgemäß auch direkt nach der Karte wieder erholt.

Weitere Torchancen gab es bis zum Schlusspfiff nicht mehr, lediglich Trainer Knappmann sorgte mit seinen Unmutsäußerungen gegenüber den Unparteiischen noch für den letzten Aufreger der Partie und musste auf die Tribüne (89.). Ob Emotion beim Fußball tatsächlich derart bestraft werden muss, sei dahingestellt, zumal wenige Sekunden danach der Schlusspfiff ertönte.

Einerseits hat Hamm im vierten Spiel nun endlich den ersten eigenen Treffer erzielt und andererseits die Serie von Spielen ohne Niederlage gegen die Westfalia aus Herne auf neun ausgebaut. Mehr als den einen Punkt gibt es dafür jedoch nicht, der für die HSV aber immerhin lediglich drei Punkte Abstand zum neuen Tabellenführer FC Brünninghausen bedeutet. Am kommenden Sonntag wird der TSV Marl-Hüls zu Gast in der EVORA-Arena sein, die er zuletzt am 5. August im Westfalenpokal mit einer 4:0-Niederlage im Gepäck verließ. In der Liga sind die Karten allerdings neu gemischt und der Gast kommt mit einer offenen Rechnung nach Hamm … ug

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