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Hamm besiegt taumelnden TSV Marl-Hüls souverän mit 3:0

20170910WassingerEndgültiges Ende der Stürmer-Torflaute mit doppeltem Wassinger

Sven Hozjak hatte im Vorfeld gewarnt, dass der Gast aus Marl wie ein angeschlagener Boxer aus der aktuellen Tabellensituation hervortreten und mit einer "Jetzt-erst-recht"-Einstellung für eine Überraschung sorgen könnte. Zur Erleichterung aller Anhänger und Verantwortlichen der Hammer Spielvereinigung blieb dieses Szenario am heutigen Sonntag aus, denn vom Anpfiff an bestimmten Hozjaks Mannen die Partie mehr oder weniger nach Belieben.

Schon während der ersten Viertelstunde spielte sich die HSV Chancen durch Mike Pihl (5./12.) und eine Dreifachchance heraus, bei der zunächst Volkan Ekici und im Nachschuss Alan Bezhaev in der Marler Hintermannschaft mit ihren Versuchen hängenblieben, ehe Ralf Schneider den Ball knapp am Pfosten vorbeisetzte (14.). In der 25. Minute nahm TSV-Trainer Michael Schrank eine erste Korrektur in seiner Formation vor und brachte David Sdzuy für Mahmoud Nuno El-Dorr. Fortan versuchten die Gäste zunehmend mit ihren Möglichkeiten schon früh Druck auf den Spielaufbau der Hammer auszuüben und sorgten dadurch das eine oder andere Mal für Unsicherheiten und ungenaue Pässe in der HSV-Hintermannschaft. Aber die brenzligste Szene, die dadurch zu Stande kam, wurde von Patrick Franke in letzter Instanz vor dem einschussbereiten Gerard Lubkoll geklärt (31.).

Damit sind auch schon fast alle Offensivbemühungen des TSV Marl-Hüls am heutigen Sonntag ausführlich beschrieben. In der 34. Minute setzte sich dann die Chancenanhäufung auf der anderen Seite fort. Unter anderem setzte Laurenz Wassinger einen Ball, den Leon Tia von der Grundlinie zurückgelegt hatte, glatt am langen Pfosten vorbei, ehe er in der 43. Minute endlich den erlösenden Treffer, der so kurz vor dem Pausenpfiff doppelt wichtig war, erzielte.

In der zweiten Halbzeit setzte sich der Einbahnstraßenfußball fort und die erste Chance hatte HSV-Verteidiger Aldin Kljajic, der eine Flanke von der rechten Angriffsseite nicht mit dem Kopf drücken konnte und stattdessen über das Tor köpfte (50.) Die folgende Szene nur drei Minuten später bot dem Hammer Publikum nicht nur eine der schönsten Kombinationen des Spiels, sondern auch eine glasklare Torchance für Leon Tia, der vielleicht etwas zu lange mit dem Abschluss zögerte und nicht zuletzt deswegen auf der Ziellinie im Strafraum entscheidend gestört wurde. Dass Schiedsrichter Björn Sauer hier auf Strafstoß entschied, mag den meisten der 390 Zuschauer in der EVORA-Arena durchaus recht gewesen sein. Wieso es allerdings nur eine gelbe Karte dafür gab, dass eine glasklare Torchance verhindert wurde, mag Sauers Geheimnis bleiben. An den auf gleicher Höhe befindlichen Verteidigern, die nicht mehr hätten eingreifen konnten, dürfte es nicht gelegen haben.

Nichtsdestotrotz durfte, nachdem Laurenz Wassinger letzte Woche nicht das Glück vom Punkt erzwingen konnte, dieses Mal Ralf Schneider zur Ausführung antreten. Tim Oberwahrenbrock im Tor der Marler hatte zwar die richtige Ecke geahnt und kam sogar noch mit den Händen an den Ball, doch Schneiders Schuss war so wuchtig und platziert, dass Oberwahrenbrock keine Abwehrchance hatte (53.).

Zu den vielen herausgespielten Chancen, die noch folgen sollten, gesellten sich nun zunehmend Fouls. Der TSV hatte mittlerweile auch Angreifer Danny Radke aus der Partie genommen und machte schon früh den Eindruck, froh zu sein, dass das Ergebnis bisher noch nicht höher ausgefallen war. Dementsprechend zeigten die Gäste kaum Ambitionen im Spiel nach vorn. Trotz des fehlenden Gäste-Engagements wurde das Spiel allerdings zunehmend ruppiger. So lieferten sich Leon Tia und David Basile eine kleine Auseinandersetzung mit unschönen Worten. Schiedsrichter Björn Sauer verteilte in der zweiten Halbzeit insgesamt satte sechs Gelbe Karten. Leon Tia wurde von Sven Hozjak ausgewechselt, um seinen Schützling vor einer weiteren Karte und David Basile vor seinem Schützling zu schützen.

In der Schlussphase rückte dann wieder etwas mehr der Fußball in den Mittelpunkt. Auch wenn niemand mehr an dem zweiten Dreier der Saison zweifelte, litt man mit Laurenz Wassinger, der in der 84. Minute mit seinem Versuch am Fuß von Tim Oberwahrenbrock scheiterte und freute sich umso mehr mit ihm, als in der 90. Minute sein Kopfball doch noch den Weg ins Netz fand. Abschließend durfte Jarno Peters fast mit dem Schlusspfiff auch noch einmal in Aktion treten und eine letzte Chance des TSV Marl-Hüls verhindern.

Mit einem Blick auf die Tabelle nach dem fünften Spieltag und dem Ausblick auf den kommenden Sonntag steht für unsere Mannschaft beim ASC 09 Dortmund eine von zwei Spitzenbegegnungen des sechsten Spieltags an. Dann tritt man nämlich als Tabellenfünfter beim Dritten an. Getoppt wird diese Partie nur noch vom Gastspiel des Tabellenführers FC Brünninghausen beim 1.FC Kaan-Marienborn, der momentan einen Platz vor der HSV rangiert.

Vorher steht für die Hammer Spielvereinigung aber noch eine weitere Auswärtsfahrt an. Bereits am Mittwoch geht es zum Bezirksligisten SV Wacker Obercastrop, wo man ab 19:00 Uhr auf gepflegtem Kunstrasen um den Einzug in die dritte Runde des Westfalenpokals spielt. Im Erfolgsfall könnte dort dann der Regionalligist Westfalia Rhynern warten, wenn der denn tags zuvor seine Pflichtaufgabe beim Westfalenligisten FC Iserlohn ebenso meistert. So gäbe es in Hamm auch in dieser Saison ein Derby mit dem Ortsrivalen, das bei der aktuellen Stadionsituation der Westfalia kurioserweise für beide Mannschaften quasi ein Heimspiel wäre. Doch soweit sind wir noch nicht, denn da war ja bekanntlich noch etwas mit den Gesetzen des Pokals ... tr

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