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Souveräne Wiedergutmachung

20170924HSVTENHamm schlägt Ennepetal mit 3:0 (1:0) und klettert in der Tabelle

In einer für Liebhaber der Taktiktafel interessanten Oberligapartie behielt die Hammer Spielvereinigung in der heimischen EVORA-Arena gegen den TuS Ennepetal, der letzte Woche noch den SV Lippstadt 08 mit einem deutlichen 5:1 auf die Heimreise an den Bruchbaum geschickt hatte, mit 3:0 (1:0) die Oberhand. Die Belohnung für die souveräne Leistung ist Platz 6 der Tabelle und die Gewissheit einer gelungenen Wiedergutmachung der knappen Niederlage vom vergangenen Wochenende.

Auf Hammer Seite wollte Sven Hozjak den Gegner das Spiel machen lassen und die Initiative so erst einmal den Gästen überlassen, die es allerdings auf ihrer Seite ebenfalls mit zwei dicht voreinander gestaffelten Viererketten gut verstanden, die Räume für etwaige Angriffsversuche der HSV eng zu machen, um bei Balleroberung über eine Doppelspitze und schnell nachrückendem Mittelfeld eigene Angriffe zu starten. Diese wurden dann aber während der ersten halben Stunde auch nicht konsequent zu Ende gespielt.

So war es für das Publikum in der EVORA-Arena eine etwas seltsame Kräftverteilung mit viel Ballbesitz für unsere HSV, aber ohne die letzte Konsequenz im Torabschluss. Es dauerte also eine gute halbe Stunde, bis der erste Ball richtig gefährlich wurde. Allerdings war es die Hammer Abwehr, insbesondere in Person von Kapitän Marius Kröner, die sich in der 37. Minute ordentlich strecken musste. Ennepetals Berkan Firat gelang ein Querpass auf Nils Nettersheim, der den Ball zu lasch auf das Hammer Tor brachte, so dass Marius Kröner in letzter Instanz den Ball für den bereits geschlagenen Torwart Jarno Peters noch von der Linie kratzen und zur Ecke klären konnte.

Jörg Behnert, Trainer der Gäste aus Ennepetal, sprach auf der Pressekonferenz nach dem Spiel davon, dass die Tore heute zum richtigen Zeitpunkt gefallen sind. Wer an den psychologischen Vorteil glaubt, der mag ihm dabei auch besonders bei dem ersten Treffer recht geben. In der 41. Minute, recht kurz vor dem Pausenpfiff des guten Unparteiischen Tim Zahnhausen, fand Volkan Ekici mit einem schönen Zuspiel auf Laurenz Wassinger die Lücke in der Viererkette. Ein echter Stürmer, wie eben Laurenz Wassinger, ließ sich da nicht zweimal bitten und setzte das Leder aus halbrechter Position ins lange Eck.

Anders als sein Pendant auf der Gästebank sieht HSV-Coach Sven Hozjak es eher so, dass Tore immer zum richtigen Zeitpunkt fallen. Eine philosophische Grundsatzfrage sicherlich, aber beim 2:0 durch Marius Kröner, der eine hohe Flanke schön mit dem Kopf in die lange Ecke verlängern konnte, war jeder HSV-Fan unter den 438 Zuschauern gewiss mehr als froh darüber, dass es bereits in der 50. Minute fiel und man mit einem etwas angenehmeren Polster in den Rest der Partie gehen konnte.

Anschließend verflachte die Partie wieder etwas und der Verlauf spielte dem Matchplan, den Hozjak seinen Jungs mit auf den Weg gegeben hatte, durchaus in die Karten, denn jetzt musste der TuS Ennepetal kommen und bot den Hammern somit Räume für Konter auf heimischem Platz. Aber genau wie dem TuS vor der Pause, gelang auch der HSV lange Zeit nicht viel nach vorne. Als Sven Hozjak dann auch noch mit Laurenz Wassinger die einzige Sturmspitze in der 77. Minute vom Feld nahm und Mittelfeldspieler Ralf Schneider brachte, gab es auf der Tribüne den einen oder anderen, der dies mit einem Kopfschütteln kommentierte.

Doch recht hat unterm Strich immer derjenige, der auch Erfolg hat, und nachdem Schneider in der 83. Minute Marvin Weusthoff im Ennepetaler Tor noch per Dropkick testete, ließ er drei Minuten später Christian Hausmann mit einer einfachen Körpertäuschung ins Leere laufen, um dann ganz cool zum entscheidenden 3:0-Endstand abzuschließen (86.).

Damit die Zeit bis zum nächsten Auswärtsspiel am kommenden Sonntag beim Regionalligaabsteiger TSG Sprockhövel nicht zu lang wird, darf unsere Mannschaft unter der Woche noch im Kreispokal ran. Am Mittwoch ist um 19 Uhr Anstoß beim Westfalenligisten Holzwickeder SC im Montanhydraulik-Stadion, wo um den Einzug ins Halbfinale gespielt wird. tr

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