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Deutliches 6:2 in familiärer Atmosphäre

20171029HSVFCEHamm schlägt den FC Eintracht Rheine mit 6:2 (2:0)

Während der Pressekonferenz nach dem Spiel zwischen der Hammer Spielvereinigung und dem FC Eintracht Rheine, die traditionell wieder in der VIP-Lounge der EVORA-Arena stattfand, kehrte in der ab heute früher einsetzenden Dämmerung eine etwas heimelige Atmosphäre ein. Rheines Trainer Uwe Laurenz ließ es sich nicht nehmen, zu erwähnen, wie wohl er sich in den vergangenen Jahren und auch heute bei seinen Besuchen in der EVORA-Arena gefühlt hat und hatte sich kurzerhand seinen Nachwuchs auf den Schoß gesetzt.

Vielleicht war das aber auch ein bisschen Selbstschutz, denn Laurenz hätte ansonsten durchaus deutlichere Worte finden können, die nicht für Kinderohren gedacht sind, sondern für die Leistung, die seine Mannschaft heute auf den Platz gebracht hatte. Freundlichere Worte hatten die beiden Trainer hingegen füreinander übrig, denn schließlich steht man im regelmäßigen Kontakt und tauscht sich fachlich untereinander aus. HSV-Coach Sven Hozjak fand ob der späten Gegentreffer in einer ansonsten klaren Angelegenheit an diesem 12. Spieltag auch kritische Worte. Und wenn man bedenkt, dass gerade bei einem derart hohen Sieg die ersten beiden Gegentreffer auf heimischem Platz in dieser Saison hingenommen wurden, sicherlich auch nicht zu unrecht.

In der Anfangsphase der Partie sah es jedoch auch noch nicht nach einem deutlichen Sieg für die HSV aus. In der ersten halben Stunde hatte Hamm zwar das Spiel absolut unter Kontrolle und kombinierte sich Mal um Mal über die Flügel schön nach vorne. Zweimal wurden Flanken von rechts allerdings so scharf herein gebracht, dass es für Mike Pihl in der Mitte nicht möglich war, diese sauber zu verwerten (7./15.). In der 17. Minute dann ein Schockmoment für die HSV in der eigenen Hälfte. In einem Zweikampf setzte Marius Kröner zur Grätsche an, konnte den Ball auch klären, aber verdrehte sich dabei das Knie so unglücklich, dass es für ihn an diesem Tag nicht weiter ging. Als wäre das Lazarett mit Niklas Nölle, Ersan Kusakci, Moritz Kickermann, Noel Below, Felix Frank, Felix Fuchs und den beiden Ex-FCE-Akteuren Manuel Dieckmann und Leon Tia, die heute sicherlich besonders gerne gespielt hätten, nicht schon groß genug, reiht sich jetzt womöglich auch noch ein weiterer Verteidiger ein.

Ahmet Acar kam für Kröner in die Partie und rückte auf die Sechserposition, während Nils Kisker nicht nur auf Kröners Posten zurück rutschte, sondern auch die Kapitänsbinde von ihm übernahm. Große Verunsicherung brachte die Umstellung allerdings nicht ins Hammer Spiel und so ging es munter weiter. Aldin Kljajic schaffte es in der 26. Minute, erstmals den Ball im Tor unterzubringen, stand dabei aber im Abseits. So war es in der 35. Minute David Loheider vergönnt, seine Mannschaft mit 1:0 in Front zu bringen. Rheine versuchte daraufhin etwas mehr Druck auszuüben, blieb damit aber ohne Erfolg. Ganz im Gegensatz zu Volkan Ekici, der in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs noch auf 2:0 erhöhte (45. +2).

Nach der Pause das gleiche Bild. Hamm hatte alles unter Kontrolle und Rheine immer noch keine einzige Torchance zu verzeichnen, da war es Pascal Schmidt, der einen katastrophalen Rückpass auf Rheines Torwart Hinkerohe erlaufen und den Ball sicher zum 3:0 im Tor unterbringen konnte (53.). Nach einer guten Stunde durfte sich Pascal Schmidt unter dem Applaus der 378 Zuschauer in der EVORA-Arena verabschieden. Laurenz Wassinger betrat das Feld und konnte sich schon sieben Minuten später in den Spielberichtsbogen eintragen. Einen Freistoß von der Strafraumgrenze spielte Volkan Ekici zur Überraschung der kompletten FCE-Hintermannschaft flach an der Mauer vorbei auf den völlig blank stehenden Wassinger, der trocken zum 4:0 einnetzte (68.). Kurz darauf durfte sich auch David Loheider, der den Torreigen heute eröffnet hatte, feiern lassen und wurde durch Ralf Schneider ersetzt. Nennen wir es mal ganz beiläufig ein glückliches Händchen, das Sven Hozjak heute mit seinen Einwechslungen hatte, denn auch Ralf Schneider traf in der 79. Minute als Joker und erhöhte nach einem Steilpass von Bennet Eickhoff freistehend vor Hinkerohe zum 5:0.

Im direkten Gegenzug kam Rheine das erste Mal gefährlich vor das Tor von Jarno Peters und mit Timo Scherping hat der FCE bekanntlich ebenfalls einen echten Torjäger in seinen Reihen, der sich den 1:5-Anschlusstreffer nicht nehmen ließ (81.). Gedanklich hatten die Akteure das Spiel wohl bereits abgehakt, denn nach einem schlampigen Rückpass auf Jarno Peters war es in der 87. Minute noch einmal Scherping, der das Ergebnis mit seinem zweiten Treffer noch ein klein wenig verkürzen konnte. Laurenz Wassinger fand einen Vier-Tore-Vorsprung jedoch anscheinend etwas ansehnlicher und tauchte in der Schlussminute noch einmal frei vor Philipp Hinkerohe auf, der, mit Verlaub, die „ärmste Sau“ im heutigen Spiel war und das 6:2 hinnehmen musste (90.). Der heute nur wenig geforderte und entsprechend fehlerfreie Schiedsrichter Fabian Maibaum pfiff das Spiel dann gar nicht mehr an und auf Hammer Seite brandete der Siegesjubel auf.

Mit dem heutigen Sieg und jetzt 19 Punkten hat die Hozjak-Elf den Anschluss an die Spitzengruppe wieder hergestellt und kann sich in der anstehenden Trainingswoche in Ruhe auf das nächste Auswärtsspiel bei der U23 des SC Paderborn 07 vorbereiten. tr

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