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Neustart nach Winterpause mit 1:0-Auswärtssieg gelungen

20180225S04IIHSVLoheiderHSV besiegt den FC Schalke 04 II mit dem Tor des Tages von David Loheider

Das lange Warten nach über dreimonatiger Pflichtspielpause sollte heute endlich ein Ende für unsere Mannschaft haben. Um die Pause aber nicht zu abrupt enden zu lassen, verschob sich der Anpfiff der ohnehin schon kurzfristig auf 15.30 Uhr nach hinten gelegten Partie beim Unterbau des FC Schalke 04 um weitere gut 15 Minuten, bis dann endlich wieder der Ball rollte und der Kampf um den ersten Meisterschaftsdreier in 2018 beginnen konnte.

Beide Teams egalisierten sich von Anfang an in ihrem Spiel und alles was auf das jeweils gegnerische Tor ging, sorgte nicht für große Gefahr. Kleinere Nickligkeiten und Revanchefouls, gemischt mit gefälligen Kombinationen auf beiden Seiten, lieferten aber für den neutralen Zuschauer ein interessantes Spiel. In einer chancenarmen ersten Halbzeit war das traurige Highlight des Spiels auf Hammer Seite die verletzungsbedingte Auswechslung von Nils Kisker, der mit einem angeschwollenen Sprunggelenk aus einem Zweikampf herausging und nicht weiterspielen konnte. Für ihn kam nach einer guten halben Stunde Ralf Schneider ins Spiel, der mit seiner Erfahrung Kisker eins zu eins im defensiven Mittelfeld ersetzte.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs versuchten die Gastgeber etwas mehr die Initiative zu ergreifen. Auffällig war allerdings in erster Linie, dass trotz zahlreicher Fouls, die es bereits in der Partie gab, die erste gelbe Karte des Spiels an Marius Kröner ging, der den Ball nach einer Spielunterbrechung noch vom Spielfeld beförderte. In der anfänglichen Drangphase hatten die Schalker den Führungstreffer auf dem Fuß gehabt. HSV-Schlussmann Jarno Peters übersah offensichtlich bei der Spieleröffnung einen Gegenspieler und rollte den Ball nicht wie geplant zu seinem Mitspieler auf der rechten Abwehrseite, sondern einem Angreifer in blau direkt in den Fuß. Der anschließende Abschluss war aber viel zu überhastet und ging glatt über das freie Tor.

Dem Glück in dieser Phase folgte die stärkste Phase des Teams von Sven Hozjak, das auf Kombinationsspiel im Mittelfeld weitestgehend verzichtete und entweder auf lange Bälle in die Sturmspitze, die David Loheider oder Yannick Albrecht für die nachrückenden Mitspieler abtropfen ließen, zurückgriff, oder über die Außenbahnen versuchte, in den Rücken der Schalker Abwehr zu kommen. Winterneuzugang Yannick Albrecht war am heutigen Tag in der Sturmspitze etwas auf verlorenem Posten und wurde in der 69. Minute durch Mike Pihl ersetzt, der knapp zehn Minuten später auch maßgeblich am Tor des Tages beteiligt war. Kurz vor dem Treffer hieß es aber noch einmal Hoffen und Bangen vor dem eigenen Tor. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite flog der Ball an Schalkes Klingenburg vorbei, der im Sechzehner nach einem Zweikampf mit Noel Below zu Boden ging. Shkemp Miftari bekam das Leder in den Fuß, zog aber glatt über das Tor.

Nach diesem Schreckmoment folgte eine schnelle Kombination der HSV: Nach einem Ballverlust zog Mike Pihl das Tempo an und nach einem sauberen Zusammenspiel mit Ralf Schneider und einem punktgenauen Querpass, der von den mitgelaufenen Schalkern nicht geklärt werden konnte, war es David Loheider, der in seinem ehemaligen Wohnzimmer den Ball nur noch über die Linie drücken musste und damit seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte mit einem Treffer vergoldete (73.).

In der 88. Minute holte sich Loheider nach einem Foul noch eine gelbe Karte ab, um kurz darauf unter dem Applaus der hart gesottenen HSV-Fans unter den rund 100 Zuschauern, die den eisigen Temperaturen an diesem sonnigen Sonntag trotzten, vorzeitig aus dem Spiel zu gehen. Für ihn kam Alan Bezhaev noch zu einem Kurzeinsatz, der nur noch einen einzigen Sinn hatte: Das 1:0 mit Mann und Maus zu verteidigen, denn die Schalker übten die kompletten drei Minuten Nachspielzeit, die es noch zu überstehen galt, einen immensen Druck auf das Tor von Jarno Peters aus.

Am Ende blieb es aber beim Auswärtssieg und dem ersten Dreier in der Liga im neuen Kalenderjahr. Ob der Sieg nun verdient, glücklich oder ungerecht gewesen ist, danach wird auf beiden Seiten im Nachhinein niemand mehr fragen. Für die Schalker Ansprüche war der Auftritt heute absolut inakzeptabel und auf Hammer Seite ist der Sieg alles, was man sich für den heutigen Tag erhofft und am Ende erarbeitet hatte. tr

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