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Gegen den Spitzenreiter erste Niederlage nach elf Spielen kassiert

20180426HSVASCNachholspiel trotz optischer Überlegenheit gegen den ASC 09 Dortmund mit 1:3 (0:2) verloren

Wenn nach einer derart intensiven Partie, wie der zwischen der Hammer Spielvereinigung und dem Tabellenführer ASC 09 Dortmund, der Trainer der unterlegenen Mannschaft auf der Pressekonferenz seinen Humor nicht verloren hat und durchaus noch zu lächeln vermag, dann sollte auch der letzte Zuschauer begriffen haben, dass auf beiden Seiten in diesem Spiel nicht allzuviel falsch gemacht wurde. Sven Hozjak konnte seinen Jäustern jedenfalls trotz der 1:3-Niederlage nicht viel vorwerfen und beklagte allein die mangelhafte Chanchenverwertung.

Auf der anderen Seite zollte Gäste-Trainer Adrian Alipour der Hozjak-Elf nicht nur höflichen, sondern aufrichtigen Respekt für das "bärenstarke Spiel" der Gastgeber und freute sich natürlich sehr über die gnadenlose Effektivität seiner eigenen Mannschaft und den daraus resultierenden Riesenschritt in Richtung Meisterschaft. Tatsächlich war das zu dem Zeitpunkt überraschende 0:1 durchaus haltbar und bei den anderen beiden Gegentreffern waren es Schlafmützigkeiten bei Standards, die gegen eine Spitzenmannschaft wie den ASC 09 brutal bestraft wurden.

Der Spielverlauf selbst ist hingegen nicht so schnell erzählt. Zwei hochklassig agierende Mannschaften legten los wie die Feuerwehr und schnell kristallisierte sich heraus, dass die HSV als bis dato zu Hause noch ungeschlagene Mannschaft hier den Ton angeben würde. ASC-Trainer Adrian Alipour hatte seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben ein unangenehmer, gar "dreckiger" Gegner sein zu müssen. Mit Erfolg, wie sich durch zahlreiche Nadelstiche in der Offensive um die Torgaranten Kevin Brümmer und Maximilian Podehl zeigen sollte. In der ersten Halbzeit lag das Chancenplus zwar eindeutig bei den Gastgebern - unter anderem ein Lattenschuss von Mike Pihl (19.) und ein Kopfball an den Pfosten von Marius Kröner (26.) - doch das bessere Ende vor dem Tor hatten die Gäste in der 35. Minute erstmals für sich. Aus heiterem Himmel wurde ein Fehlpass im Mittelfeld bumerangartig zum Gegenangriff auf das Tor von Jarno Peters und wurde von Pierre Szymaniak von der Strafraumgrenze aus trocken im Tor untergebracht.

Am Hammer Spiel änderte der überraschende Nackenschlag allerdings nichts. Dennoch war es eine Unachtsamkeit nach einer Flanke von der rechten Seite, die dem ASC sogar eine noch komfortablere Pausenführung bescherte. Der Ball wurde auf den langen Pfosten geschlagen und als die meisten im Stadion wahrscheinlich schon Jarno Peters beim Abstoß vor Augen hatten, tauchte plötzlich Mike Schäfer auf und spitzelte den Ball mit letztem Einsatz am Pfosten vorbei ins Tor. Zur Pause stand es also 0:2 aus Hammer Sicht und selten war ein Spielstand ungerechter, wenn man Spielanteile und Chancenverteilung betrachtet.

Nach dem Seitenwechsel dann ein ähnliches Bild. Ähnlich deshalb, weil der erste Torschuss von Hamm diesmal endlich direkt im Tor von Jan Held landete. Mike Pihl erkannte die Lücke, hielt einfach mal flach drauf und ließ dem Dortmunder Torhüter keine Abwehrchance. Ein Fünkchen Hoffnung auf eine mögliche Wende keimte in der EVORA-Arena auf, doch es dauerte keine fünf Minuten, bis dieser Funke wieder erloschen war. Ein Freistoß für den ASC erreichte Torjäger Maximilian Podehl, der in aussichtsreicher Position relativ unbehindert an den Ball kam und sich es nicht nehmen ließ, seinen 20. Saisontreffer zu erzielen.

Mit der erneuten Zwei-Tore-Führung hatten die Dortmunder ihre Hauptaufgabe in der Defensive, denn was nun folgte war eine über halbstündige Brechstangentaktik der HSV. Zahlreiche Angriffsversuche, die in den dicht gestaffelten Abwehrreihen des ASC verpufften, bedeuteten auf der anderen Seite auch ebenso viele Kontermöglichkeiten für die Gäste, die mit noch mehr Matchglück auch noch den vierten Treffer erzielt hätten.

Für den ASC 09 war dieser Sieg ein weiterer gewaltiger Schritt in Richtung Regionalliga. Bei nur noch fünf ausstehenden Spielen ist ihnen selbst die Tabellenführung kaum noch zu nehmen. Für die HSV gilt es wie bisher, weiter von Spiel zu Spiel zu schauen, um dann mit Blick auf die anderen Partien drumherum zu beobachten, was nach oben noch gehen kann. Rechnerisch ist immer noch ein Aufstiegsplatz im Rahmen des Erreichbaren. Dafür muss aber in Zukunft noch ein paar Mal gewonnen werden beziehungsweise die Chancenverwertung verbessert werden. Und damit muss schon am kommenden Sonntag gegen die Reserve des SC Paderborn angefangen werden, will man die Tabellenspitze nicht vorzeitig aus den Augen verlieren. tr

HAMM: Jarno Peters - Marius Kröner, Noel Below (83. Aldin Kljajic), Patrick Franke (59. Florian Juka), Bennet Eickhoff - Mike Pihl, Moritz Kickermann (C), Ralf Schneider, Pascal Schmidt - Yannick Albrecht (49. Leon Tia), David Loheider

ASC: Jan Held - Nico Wolters, Dennis Drontmann, Maurice Buckesfeld, Mike Schäfer, Pierre Szymaniak (50. Daniel Schaffer), Kevin Brümmer (C) (77. Michael Seifert), Ermias Simatos, Maximilian Podehl, Marcel Münzel (73. Philipp Rosenkranz), Jan-Patrick Friedrich

TORE: 0:1 Pierre Szymaniak (35.), 0:2 Mike Schäfer (43.), 1:2 Mike Pihl (46.), 1:3 Maximilian Podehl (50.)

ZUSCHAUER: 580

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