Zum Anfang

Revanche geglückt - Paderborn II mit 4:1 (1:1) besiegt

20180429HSVSCPHSV nach starker zweiter Halbzeit wieder zurück in der Spur und im Rennen

Dass Zweitvertretungen von Profiklubs immer eine kleine Wundertüte sind, konnte man auf dem heutigen Spielberichtsbogen gut erkennen. Gegenüber der letzten Partie der Paderborner gegen den SV Lippstadt 08, in der unter anderem noch drei Spieler der U19 eingesetzt wurden, die teilweise ihr erstes Oberligaspiel absolvierten, bot die heutige Aufstellung glatte sechs Veränderungen zur Vorwoche. Aber auch auf Hammer Seite wurde ein wenig rotiert.

Sven Hozjak gönnte Noel Below und Moritz Kickermann eine Pause und auch Yannick Albrecht, der gegen den ASC 09 Dortmund noch kurzfristig für den verletzten Volkan Ekici in die erste Elf gerückt war, nahm erst einmal auf der Bank Platz. Mit Alan Bezhaev, Leon Tia und Aldin Kljajic ging es stattdessen in Spiel eins nach Niederlage Nummer eins im Jahr 2018. Und unsere Hammer Spielvereinigung begann vor den Augen von 330 Zuschauern und dem neuen Sportlichen Leiter stark.

In der siebten Minute ging ein schnell ausgeführter Freistoß auf den linken Flügel zu Mike Pihl, der unbedrängt flanken konnte und den Kopf von David Loheider fand. Die frühe Führung für Hamm, aber noch längst kein Grund, sich darauf auszuruhen. Doch das Gefühl, dass genau das der Fall war, befiel nicht nur Sven Hozjak an der Seitenlinie. Auch dem in dieser Saison mit schönem Fußball verwöhnten Publikum in der EVORA-Arena entging nicht, dass das, was da in Halbzeit eins von ihrer Mannschaft gezeigt wurde, nicht den Ansprüchen entsprach. Die HSV hatte zwar auch mit der Führung im Rücken mehr vom Spiel, spielte aber ihre Angriffe nicht genau und konzentriert genug aus. Dadurch entstand unnötiger Druck auf den Defensivverbund. Denn auch die Gäste aus Paderborn verstanden es insbesondere in der ersten Halbzeit einen guten Ball nach vorne zu spielen und kamen nicht ganz unverdient in der 20. Minute zum Ausgleich, als Dardan Karimani einen abgewehrten Schuss von Tim Mannek nur noch abstauben musste. Mit dem 1:1 und der Überzeugung, dass sich im Hammer Spiel etwas ändern muss, ging es in die Kabinen.

Der Spruch "die Letzten werden die Ersten sein" lässt sich aus HSV-Sicht glücklicherweise nicht auf den Fußball übertragen. Sven Hozjak hatte seine Halbzeitansprache sichtlich kurz gehalten und seine Jäuster waren schon lange vor den Paderbornern zurück auf dem Platz, wobei es zwei Wechsel auf Hammer Seite gab. Für Alan Bezhaev und Leon Tia rückten Moritz Kickermann und Yannick Albrecht in die Mannschaft. Ob es nun an den Wechseln oder am Weckruf in der Halbzeit gelegen hat, vermag möglicherweise niemand zu sagen, aber nach Wiederanpfiff spielte nur noch eine Mannschaft, und das war die HSV.

In der 46. Minute knallte Pascal Schmidt das erste Mal einen Ball über das Paderborner Gehäuse und drei Minuten später zog Ralf Schneider einfach mal ab. Nur der Pfosten verhinderte einen Treffer, der Schneiders Freistoß zum 6:2 aus der Partie gegen den FC Gütersloh, der unterhalb der Woche zum "Amator der Woche" gewählt wurde, womöglich noch übertroffen hätte. Weitere Angriffsbemühungen verpufften in der Folge oftmals noch bevor der Ball richtig in der Gefahrenzone angelangt war und es dauerte bis zur 62. Minute und einem gezielten Schuss von Ralf Schneider, der dann einen Abpraller im Paderborner Tor unterbrachte.

Kurz nach der erneuten Führung dann ein Schreckmoment bei der HSV. David Loheider hatte in der 68. Minute einen abgeblockten Schuss mit aller Wucht aufs gegnerische Tor geschossen und sich dabei offensichtlich am Oberschenkel verletzt.

Für Loheider ging es erst einmal nicht weiter und Florian Juka kam zu seinem nächsten Einsatz für die HSV. Eine Chance auf den erneute Ausgleich bekamen die Gäste dann doch noch in der 70. Minute, als Oliver Schindler mit seinem Lupfer allerdings über das Tor von Jarno Peters zielte. Besser machte es auf der anderen Seite wiederum Pascal Schmidt, der nach einem herrlichen Doppelpass mit Mike Pihl den Ball per Lupfer quasi ins gegnerische Tor streichelte. Ein sehenswerter Treffer zum 3:1 (72.) und "Palle" sollte zehn Minuten später auch noch den Deckel, der eh schon drauf war, total versiegeln. Patrick Franke kämpfte sich über die rechte Seite bis zur Grundlinie durch, fand Schmidt allein am langen Pfosten, der sogar noch genug Platz und Zeit hatte, den Ball fünf Meter vor dem Tor in Ruhe anzunehmen und genau zu schauen, wo sich die Lücke für einen gezielten Schuss befand.

Das 4:1 war der Schlusspunkt in einem Spiel, dessen Ergebnis laut HSV-Coach Hozjak vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen war. Aber im Kampf um die vorderen Plätze zählen am Ende möglicherweise auch die Tore. Doch dafür müssen erst einmal weiter fleißig Punkte gesammelt werden. Die nächste Gelegenheit dazu hat Hamm am nächsten Sonntag beim TuS Haltern. Eine Woche Pause und Regeneration also für unsere durch die Englischen Wochen stark beanspruchten Kicker. tr

HAMM: Jarno Peters - Marius Kröner (C), Patrick Franke, Aldin Kljajic, Bennet Eickhoff - Mike Pihl, Alan Bezhaev (46. Yannick Albrecht), Leon Tia (46. Moritz Kickermann), Ralf Schneider, Pascal Schmidt - David Loheider (67. Florian Juka)
PADERBORN: Till Brinkmann - Janik Steringer (C), Ron Schallenberg, Oliver Schindler, Darryl Julian Geurts (67. Cagatay Karaca), Dardan Karimani, Matthias Stingl (75. Sebastian Woitzyk), Tim Mannek (80. Max Teipel), Nick Neumann, Mustafa Dogan, Jean Ghafourian
TORE: 1:0 David Loheider/7., 1:1 Daran Karimani/20., 2:1 Ralf Schneider/62., 3:1 Pascal Schmidt/72., 4:1 Pascal Schmidt/82.
ZUSCHAUER: 330

Spiel-Daten auf fussball.de ...
 
Hammer SpVg vs. SC Paderborn II bei sporttotal.tv ...

Oberliga Westfalen

20182019SpieltagBanner11
Veranstaltung auf Facebook ...

Stadionmagazin

Stadionmagazin


Hauptsponsor

24nexx

Premium Partner

premium

Business Partner

business

Classic Partner

classic