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HSV kassiert beim TuS Haltern bittere 0:2-Niederlage

20180506TUSHSVSpielerisch wieder überlegen - wieder nichts Zählbares mitgenommen

Platz Vier gegen Platz Fünf, und beide Gegner durften bei einem Sieg heute weiter vom Aufstieg in die Regionalliga West träumen. Ein wahrer Zuschauermagnet bei herrlichstem Sommerwetter sollte man meinen, doch trotz des freien Eintritts fanden sich lediglich 347 Zuschauer zum Oberligaspitzenspiel zwischen dem TuS Haltern und der Hammer Spielvereinigung in der Stauseekampfbahn ein.

Den mitgereisten Gästefans bot sich dann ein mittlerweile gewohntes Bild: Ihre HSV machte das Spiel, kam aber nicht entscheidend vor das gegnerische Tor. Lediglich zwei eher halbherzige Schüsse von David Loheider waren bis zur ersten Pause nach 22 Minuten zu verzeichnen. Schiedsrichter Björn Sauer (SV Netphen) splittete die Halbzeiten, um allen Akteuren zusätzliche Trinkpausen zu ermöglichen. Auch wenn das am heutigen Tag auch schon eine seiner besseren Taten war, entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis hatten die Entscheidungen des Unparteiischen nicht, denn die HSV hatte genug Chancen, um das Spiel aus eigener Kraft für sich zu entscheiden. Stattdessen wurden unsere Hammer für ihre Chancenverwertung erneut mit der Höchststrafe belegt.

In der 28. Minute bekam Mike Pihl eine Flanke von Bennett Eickhoff maßgenau auf den Fuß, setzte den Ball aber volley haarscharf am Torwinkel vorbei. Auf der Gegenseite flankte Stefan Oerterer in der 32. Minute den Ball in den Hammer Sechzehner, wo Julius Hölscher den Ball entscheidend mit dem Kopf über den von der Sonne geblendeten Jarno Peters hinweg ins Tor verlängerte.

Das 1:0 für Haltern zu diesem Zeitpunkt konnte TuS-Trainer Magnus Niemöller nach der Partie dann auch nur mit Matchglück erklären. Spielerisch waren die Gastgeber nach wie vor die schwächere Mannschaft. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff erreichte die Pechsträhne der HSV dennoch ihren Höhepunkt, als eine Flanke von Mike Pihl auf der Latte herunter kam, der anschließende Nachschuss von Pascal Schmidt von Torhüter Marcel Müller in höchster Not abgewehrt wurde und Ralf Schneider im dritten Versuch den Ball knapp über das Gehäuse hämmerte.

Wie zuletzt im Heimspiel gegen Paderborn waren unsere Jäuster deutlich vor dem Gegner zurück auf dem Platz und machten spielerisch nahtlos weiter im Spiel nach vorne. David Loheider hatte schon in der 49. Minute die nächste große Chance auf den Ausgleich, aber seinen Kopfball konnte er nicht aufs Tor bringen. In der 55. Minute versuchte es Mike Pihl mit einem Schuss aus spitzem Winkel, aber alle Bemühungen blieben am heutigen Sonntag vergeblich.

In der 76. Minute verließ der angeschlagen ins Spiel gegangene David Loheider für Leon Tia das Feld. Es war bereits die dritte Auswechslung der HSV und gerade einmal zwei Minuten später sollte die Vorentscheidung im Spiel fallen. Patrick Franke verlor im Mittelfeld den Ball und TuS-Torjäger Stefan Oerterer, der zuvor nicht besonders auffällig agierte, wurde lang geschickt, enteilte Marius Kröner im Laufduell und blieb frei vor Jarno Peters gewohnt cool. Auch das 2:0 hatte damit also wieder den Beigeschmack des Matchglücks für den Gastgeber, denn der Spielverlauf rechtfertigte den Treffer kaum.

Wer nun glaubte, dass eine Führung mit zwei Toren gute zehn Minuten vor Schluss dafür sorgen würde, dass das Spiel ruhig dem Ende entgegen plätschern würde, der kennt unsere Spieler nicht. Und am heutigen Tag war wohl auch Schiedsrichter Björn Sauer davon überrascht, der mit seiner Spielführung für viel Unruhe unter den Akteuren sorgte.

In der 82. Minute verursachte Patrick Franke einen Foulelfmeter. Dass es bei solchen Entscheidungen häufig mindestens zwei Meinungen gibt, ist nichts Neues. Dass ein Trainer im Gespräch mit dem Linienrichter für die sachliche gegenteilige Aussage des Innenraums verwiesen wird, sieht man hingegen nicht so häufig. Sven Hozjak jedenfalls verbrachte die letzten Minuten inklusive Nachspielzeit hinter der Werbebande und Stefan Oerterer schnappte sich wie im Hinspiel vor vier Wochen den Ball für den fälligen Strafstoß. Doch der Ball ging schlecht geschossen links am Tor vorbei. Vielleicht hat der Sportsmann in ihm auch einfach an den geschenkten Elfmeter aus dem Hinspiel gedacht und ihn deswegen nicht genutzt, um das Ergebnis auf 3:0 hochzuschrauben. An dem Dreier für Haltern gab es zu diesem Zeitpunkt ohnehin kaum noch Zweifel.

Die Spieler in Rot warfen trotzdem nochmal alles für Hamm nach vorne und agierten mit vielen langen Bällen und mit einem Marius Kröner, der nach vorne gerückt war, um sich mit seiner Größe in fast jeden heranfliegenden Ball zu schmeißen. Seine körperliche Überlegenheit sorgte aber immer wieder für Spielunterbrechungen, da regelmäßig Halterner Spieler zu Boden gingen und ergebnisbedingt dort auch meist längere Zeit liegen blieben. Sven Hozjak meinte später, dass der Gegner das natürlich clever gemacht habe und seine Spieler es in der Situation möglicherweise nicht anders gelöst hätten. Doch Kröner hatte im Eifer des Gefechts noch eine ganz persönliche Meinung zu dem Gebaren seiner Gegenspieler, die der am Boden liegende Nils Pöhlker vom Hammer Abwehrchef laut mitgeteilt bekam.

Eine handfeste Diskussion mit viel Körpersprache entstand und als sich die Gemüter wieder etwas beruhigt hatten, erhielt Kröner Gelb und Marvin Schurig auf Halterner Seite die Ampelkarte. Aus der Überzahl konnte unsere Mannschaft allerdings in den letzten Minuten kein Kapital mehr schlagen. Sie muss sich nun mit der heutigen Niederlage und den gleichzeitigen Siegen aller Konkurrenten im Aufstiegskampf ganz hinten anstellen. Ohne zahlreiche Ausrutscher der anderen Mannschaften an der Spitze kann die Hammer Spielvereinigung nicht mehr aus eigener Kraft ganz nach oben kommen.

Nichtsdestotrotz werden unsere Jäuster auch in den letzten Spielen alles raushauen, denn sollten die Anderen tatsächlich noch schwächeln, dann wollen sie da sein! Der nächste Einsatz, um den Hoffnungsfunken weiter glimmen zu lassen, folgt am kommenden Mittwoch um 19:30 Uhr im Nachholspiel des 18. Spieltages bei den Sportfreunden Siegen. Irgendwann kehrt das Matchglück auch wieder in Hamm ein und verlässt die Gegner. tr

HALTERN: Marcel Müller - Tim Forsmann, Lars Pöhlker, Nils Eisen, Jannis Scheuch, Stefan Oerterer (90. Robin Pötter), Julius Hölscher, Lukas Opiola, Lennart Rademacher (46. Cedric Leon Vennemann), Lukas Diericks (71. Christoph Kasak), Marvin Schurig
HAMM: Jarno Peters - Marius Kröner, Aldin Kljajic, Bennet Eickhoff, Patrick Franke - Felix Frank, Ralf Schneider, Pascal Schmidt (63. Volkan Ekici), Mike Pihl - Yannick Albrecht (61. Florian Juka), David Loheider (76. Leon Tia)
ZUSCHAUER: 347
TORE: 1:0 Julius Hölscher/32., 2:0 Stefan Oerterer/77.

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