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4:2 Heimerfolg aus der Paderborner Wundertüte gezaubert

20180916HSVSCPTabellenmittelfeld wieder in Sichtweite

Mit Keeper Leon Brüggemeier, Julius Düker, Sergio Gucciardo, Oliver Schindler, Leon Fesser und Felix Herzenbruch standen am heutigen Sonntag insgesamt sechs Spieler im Aufgebot der Gäste, die dem Paderborner Profikader zugeordnet werden können. Genutzt hat es ihnen heute allerdings nichts. Mit einem Torverhältnis von 9:13 aus den ersten fünf Spieltagen reisten die Ostwestfalen nach Hamm. Eine Statistik, aus der im Vorfeld auch HSV-Trainer Alex Lüggert seine Schlüsse ziehen konnte. Und er sollte mit seiner Einschätzung durchaus recht behalten.

Eine junge Paderborner Mannschaft, die ein starkes Offensvivspiel aufzog und immer wieder gefährliche Bälle auf das Tor von Jarno Peters brachte, war im Defensivverbund extrem anfällig. Hatte unsere Mannschaft bis dato erst vier eigene Treffer in der Liga erzielt, so wurde dieser Wert heute mal eben verdoppelt. Schon nach vier Minuten konnte Joel Grodowski eine maßgenaue Flanke von Leon Tia in höchster Bedrängnis über Paderborns Torwart Brüggemeier hinweg im Netz unterbringen und seine Mannschaft auf die Siegerstraße bringen. Die Gäste ließen trotz des frühen Rückstands zu keinem Zeitpunkt des Spiels nach und spielten und kämpften sich Mal ums Mal gefährlich vor das Hammer Tor. Doch der erste große Schreckmoment für die Rotblusen ereignete sich nicht vor dem eigenen Tor, sondern auf der rechten Offensivseite, wo Manuel Dieckmann zu Boden gegangen war und nach kurzer Behandlung durch Physio Ali Ocak das Feld verletzt verlassen musste. Schon nach zehn Minuten kam für ihn also Pascal Schmidt ins Spiel und ersetzte Dieckmann eins zu eins im Angriff.

Hamm kontrollierte mit dem 1:0 im Rücken das Spiel, konnte aber mehrfach die Angriffsversuche der Paderborner nicht konsequent verteidigen. Doch statt einen Rückschlag zu erleiden, schnürte Joel Grodowski heute seinen ersten Oberligadoppelpack, indem er einen Abpraller nach flachem Hereinspiel von Mike Pihl mit aller Wucht aus gut 15 Metern verwertete (39.). Damit war das Spiel aber noch längst nicht abgehakt. Noch vor der Pause erreichte ein hoch hereingespielter Ball von Karimani den Kopf von Phil Sieben, der den Ball über den zu spät kommenden Jarno Peters hinweg zum Anschlusstreffer ins Tor beförderte (43.).

Mit dem Schwung des späten Treffers und sicherlich mit einem großen Vorhaben kam Paderborn aus der Kabine. Doch wie schon zu Beginn des Spiels waren das Schlimmste aus Hammer Sicht nicht die Angriffsbemühungen der Gäste. Bereits in der 48. Minute durfte Alex Lüggert nämlich erneut wechseln, denn auch für Volkan Ekici ging es heute nicht mehr weiter. Keisuke Iida ersetzte ihn. Und da Angriff ja bekanntlich die beste Verteidigung ist, gab es für die HSV heute ein schlichtes und probates Mittel. Nach mehreren Schussversuchen auf den Kasten von Jarno Peters durch die Gäste, folgte auf der Gegenseite ein Musterbeispiel für einen Torabschluss. Pascal Schmidt bekam eine gefühlvoll hereingebrachte Flanke satt auf den Fuß serviert und zimmerte den Ball absolut humorlos, unbedrängt und platziert ins lange Eck (59.). Der alte Abstand von zwei Toren war wieder hergestellt und spätestens jetzt legte sich die Anspannung bei den 323 Zuschauern in der 24nexx Arena dahingehend, dass das Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit schon vorentschieden war.

Wem das noch nicht gereicht haben sollte um Sicherheit zu haben, dem konnte allerdings heute tätsächlich auch noch geholfen werden. Diese Aufgabe übernahm Patrick Franke in der 75. Minute höchstpersönlich. Joel Grodowski konnte sich über halblinks durchtanken und brachte einen gefährlichen Ball aufs Tor, der von der Latte zurück ins Feld sprang. Dort lauerte Franke und bewies die nötige Geduld und Konzentration, um den Ball überlegt an den verbliebenen Gegenspielern samt Torwart auf der Linie vorbei ins Tor zu schießen. Mit 4:1 und einer guten Viertelstunde Restspielzeit sollte nichts mehr anbrennen und so war das 4:2 durch Karimani in der Schlussminute lediglich ein wenig Kosmetik für die Stastikfreunde. tr

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