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Ein rundum gelungener Sonntag

20190217HSVASC4:2-Sieg gegen den ASC 09 Dortmund

Statt auf die schattige Tribüne der 24nexx Arena ging es für die 420 Zuschauer heute auf den benachbarten Kunstrasenplatz. Dort durfte bei milden Frühlingstemperaturen Sonne getankt werden und bei Currywurst, Pommes und kühlen Getränken die Pflichtheimspielpremiere von HSV-Trainer Rene Lewejohann genossen werden. Jedenfalls war es ein Genuss, sofern man es mit den Rotblusen aus Hamm hielt.

Die auf Grund der Tabellenkonstellation favorisierten Gäste aus Dortmund-Aplerbeck fanden nur mäßig in die Partie, und so kamen die Hausherren durch Pascal Schmidt (7.) und Joel Grodowski (13.) die ersten Male gefährlich vor den Kasten von Aplerbecks Jan Held. Tatsächlich war es aber Jarno Peters im Hammer Tor, der nach 24 Minuten zum ersten Mal hinter sich greifen musste, doch ASC-Stürmer Maximilian Podehl bekam das Zuspiel für seinen Treffer, als er sich in einer Abseitsposition befand und es blieb folgerichtig beim 0:0. Die Partie gestaltete sich inzwischen etwas offener und gewann deutlich an Attraktivität. In der 28. Minute bekam Pascal Schmidt an der gegnerischen Strafraumgrenze einen Ball mustergültig serviert, doch sein Schuss fand nur die Unterkante der Latte, von wo aus er zurück ins Feld sprang. Wenn sich das mal nicht rächen würde, mochte man denken, doch ganz im Gegenteil.

Der nächste Angriff der Gäste wurde abgefangen und über wenige Stationen kam der Ball zu Nils Kisker, der von halblinks den Ball überlegt an Jan Held vorbei im langen Eck unterbrachte. Der ASC ließ sich von dem Gegentor aber nicht schocken und spielte weiter munter mit. Ex-HSVer Daniel Schaffer war es in der 38. Minute, der sich über die rechte Seite an Mann und Maus vorbei in den Sechzehner dribbelte, aber beim Abschluss nicht genug Druck hinter den Ball bekam, um das Hammer Tor zu gefährden. Das machte Joel Grodowski zwei Minuten auf der anderen Seite deutlich besser. Nach schöner Kombination legte Pascal Schmidt den Ball ab und Grodowski versenkte souverän. Gegen jetzt doch sichtlich geschockte Gäste blieb die HSV am Drücker. In der 41. Minute setzte Ralf Schneider einen Schuss über das Tor und in der 44. Minute gelang Joel Grodowski nach einer Ecke, die am kurzen Pfosten von einem Abwehrbein der Aplerbecker unglücklich verlängert wurde, der Abstauber zum 3:0, mit dem es für beide Teams in die Halbzeit ging.

Nach Wiederanpfiff geriet Hamm zunächst unter Druck. Rene Lewejohann äußerte nach der Partie sein Missfallen darüber, dass seiner Mannschaft die Arbeit gegen den Ball abhanden gekommen war, so dass der Druck auf die HSV-Defensive enorm wurde. Bereits in der 49. Minute wurde der ASC für den fortan betriebenen Aufwand belohnt. Jedoch bedurfte es hierfür eines Handspiels von Marius Kröner im eigenen Sechzehner. Ein hoher Ball, den er gegen die tiefstehende Sonne wohl nicht richtig sehen konnte, fiel ihm auf den halb angelegten Arm und der souveräne Schiedsrichter Tim Zahnhausen zeigte entsprechend auf den Punkt, von dem aus Kevin Brümmer den fälligen Strafstoß sicher verwandelte.

Mit dem frühen Treffer im Rücken witterten die Gäste die Möglichkeit zu einer Aufholjagd. Doch die HSV setzte weiterhin Nadelstiche und sorgte trotz des zunehmenden Drucks auf die eigene Abwehrreihe für Gefahr vor dem gegnerischen Tor. In der 61. Minute ging Torhüter Jan Held ungestüm in einen Luftkampf mit Joel Grodowski, dem er unglücklich am Ball vorbei mit der Faust gegen den Kopf schlug. Entsprechend gab es jetzt auch auf der Gegenseite einen Elfmeter und Routinier Ralf Schneider im Hammer Trikot verlud den Verursacher, schickte ihn in die falsche Ecke und stellte somit den alten Abstand wieder her. Die erneute Dreitoreführung bestand allerdings nur wenige Minuten, denn in der 67. Minute fasste sich ASC-Spielführer Kevin Brümmer, der schon den ersten Treffer besorgt hatte, ein Herz und zog aus der Distanz ab. Leicht abgefälscht fand der Ball den Weg links oben den Knick. Jarno Peters erreichte die Kugel zwar noch mit den Fingerspitzen, konnte aber keine ausreichende Richtungsänderung mehr herbeiführen.

Mit dem 4:2, aufopferungsvoll anstürmenden Gästen und fahrlässig mit Kontermöglichkeiten umgehenden Hammern ging es in die Schlussphase, die keine weiteren Treffer für das heute voll auf seine Kosten gekommene Hammer Publikum bereit hielt. Mit fortlaufender Spielzeit mussten auch die optimistischen Aplerbecker an diesem Spieltag einsehen, dass der Drops zu Gunsten der Hammer Spielvereinigung gelutscht war und die Punkte im Hammer Osten bleiben würden. tr

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