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Der Rückkehrer

110112cerciFerhat Cerci will die HSV zurück in die NRW-Liga schießen

HAMM • Die Mütze tief ins Gesicht gezogen schaute sich Ferhat Cerci das erste Testspiel seiner neuen Teamkollegen an. Ein Muskelfaserriss im Adduktorenbereich stoppte das Debüt des Neuzugangs der Hammer SpVg am Sonntag gegen Preußen Münster. Gut gelaunt stand er dennoch am Rand: „Es ist so, als ob ich nie weg war. Ich fühlte mich hier sofort total heimisch“, sagte der 29-Jährige, der 2002 aus dem Hammer Osten, wo er in der Jugend gespielt hatte, zu LR Ahlen gewechselt war, um den Sprung auf die große Fußball-Bühne zu schaffen.

Der Durchbruch gelang jedoch nie. Vier Zweitliga-Partien für die Wersestädter in zwei Spielzeiten, neun Minuten in der 1. Bundesliga, als er bei Arminia Bielefeld in der Saison 2004/2005 beim 0:5 gegen den VfL Wolfsburg für Delron Buckley eingewechselt wurde, sowie 79 Regionalliga-Begegnungen für Bielefeld II, Kickers Emden und Stuttgarter Kickers stehen für ihn zu Buche. Bis zum Sommer war der Deutsch-Türke in der zweiten türkischen Liga bei Tarsus Idman Yurdu aktiv, danach vereinslos.

Für Cerci schließt sich also der Kreis, schließlich kennt er viele Personen im Umfeld der HSV wie Zeugwart Fridolin Dabrock oder Geschäftsführer Uli Rolfing noch aus der Zeit vor seiner Aufbruch in die weite (Fußball-)Welt. Bei der HSV peilt er nun den Aufstieg in die NRW-Liga an. „Darum bin ich gekommen“, erklärt der 29-Jährige und fügt hinzu: „Ich hoffe, wenn ich fit bin, wieder meine Leistung zu bringen.“ Sich selbst beschreibt der 1,73 Meter große Offensivspieler als schnell und dribbelstark. „Natürlich möchte ich Tore so viele wie möglich erzielen, aber in erster Linie ist wichtig, dass wir aufsteigen“, hat Cerci die Vorgaben der Vereinsführung schon gut verinnerlicht.

Ex-Profi verlangt keine Extrawurst
Eine Extrawurst benötigt Cerci dabei nicht. Er will dem Team zwar mit seiner Erfahrung helfen, aber „jeder sollte sich unterordnen“. Und über die Westfalenliga hat er sich auch bereits schlau gemacht, als er in der Hinrunde die ein oder andere Partie besuchte. „Wir dürfen keinen unterschätzen. Die Mannschaften können alle kämpfen und laufen“, weiß er.

Ende dieser Woche möchte der HSV-Neuzugang wieder ins Training einsteigen. Doch er wird kein Risiko eingehen, hat er sich seinen erneuten Muskelfaserriss doch zugezogen, weil „ich zu früh angefangen habe.“ bob

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