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Wenig Gegenwehr

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Die HSV zeigt beim 4:0-Sieg über Oestrich eine ansprechende Leistung

HAMM • So ganz zufrieden war Holger Wortmann nach dem Abpfiff nicht. Doch das lag weniger an seiner Mannschaft, die den Fußball-Westfalenligisten Sportfreunde Oestrich-Iserlohn locker mit 4:0 (1:0) wieder nach Hause schickte. Vielmehr hätte sich der Trainer der Hammer SpVg etwas mehr Gegenwehr vom Kontrahenten gewünscht.

„Ich hatte gehofft, dass unsere Defensive mehr gefordert wird“, meinte Wortmann nach dem Testspielerfolg gegen äußerst harmlose Gäste, doch gewann er dem Aspekt auch gleich etwas Positives ab: „Das spricht für unsere Offensive, denn da geht das Verteidigen ja schon los.“ Bis auf zwei harmlose Angriffe tauchten die Gäste kaum einmal gefährlich in der Nähe des Hammer Strafraums auf. 

Ganz anders legte die HSV, bei der sich erst am Ende der Woche entscheidet, ob sie nun in der NRW- oder der Westfalenliga antreten wird, los. Bereits nach drei Minuten hätten die Gastgeber in Führung gehen müssen, als Nico Schiller von Iserlohns Torwart Andre Lindenblatt zu Fall gebracht wurde und Schiedsrichter Christoph Schneider auf Strafstoß entschied. Doch Lindenblatt machte seinen Fehler wieder wett, indem er den Elfmeter von Sven Dyballa abwehrte (3.). Die Hausherren kontrollierten weiter das Spielgeschehen, Markus Krawietz (10.) und Haluk Metin (18.) ließen ihre Chancen aber ungenutzt.

In der Folge verflachte die Partie. Die HSV agierte zu umständlich im Spiel nach vorne, doch Oestrich schaffte es nicht, Kapital daraus zu schlagen. Kurz vor der Halbzeitpause gelang den Gastgeber aber doch noch die Führung. Nach einem Freistoß von Kurtulus Öztürk klärte die Gäste-Abwehr nicht richtig, und so brachte Nico Schiller die HSV mit 1:0 in Front (42.).

Wortmann wechselte in der Pause vier Mal und nach Wiederanpfiff sollte die stärkste Phase der Hammer folgen. Hatte Metin kurz zuvor eine gute Gelegenheit noch ungenutzt gelassen, machte er es eine Minute später besser und traf aus 15 Metern zum 2:0 (50.). Die HSVer ließen die Gäste nun kaum noch zur Entfaltung kommen, griffen Ball und Gegner früh an. „Das haben wir trainiert. Wir wollen den Gegner früh attackieren, um ihn das Spiel nicht aufbauen zu lassen. Wir wollen den Leuten gerade zuhause guten Fußball zeigen, und das geht nur, wenn wir in Ballbesitz sind“, erklärte Wortmann das Pressing seiner Mannschaft. So erarbeiteten sich die Hausherren in der 57. Minute gleich eine Doppelchance, bei der erst Sebastian Senger und anschließend Schiller scheiterten. Doch nur 60 Sekunden später war Felix Backszat zur Stelle. Nach einem tollen Pass von Marc Dyballa wurde Backszat mustergültig von Metin bedient und musste den Ball nur noch zum 3:0 ins leere Tor schieben (58.).

Mit der deutlichen Führung im Rücken spielte die HSV die Partie souverän zu Ende, Backszat gelang drei Minuten vor dem Abpfiff mit einem direkt verwandelten Freistoß sogar noch das 4:0 (87.). „In der zweiten Hälfte war deutlich mehr Zug im unserem Spiel, in Halbzeit eins waren wir noch ein bisschen zu lässig“, analysierte Wortmann. Zwar war er mit dem Auftritt seiner Truppe zufrieden, sieht aber in den zwei Wochen bis zum Saisonstart „noch Luft nach oben“. sw

HSV: Stiepermann (46. Nowak) – Senger, Thiele (62. Yagci), S. Dyballa, Blesz (46. Kaminski) – Eckelt, Öztürk (46. Prothmann) – Metin, M. Dyballa, Schiller – Krawietz (46. Backszat)

SF Oestrich: Lindenblatt – Polo, Jeger, Burchard, Bugerto – Kaya, Günes, Chapi, Tupalla – Bock, Amarese

Tore: 1:0 Schiller (42.), 2:0 Metin (50.), 3:0, 4:0 Backszat (58., 87.)

Zuschauer: 150

Bes. Vorkommnis: Lindenblatt hält Foulelfmeter von Sven Dyballa (3.)

Quelle: Westfälischer Anzeiger

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