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Vorfreude auf die Oberliga

20120706derby

Westfalia Rhynern und Hammer SpVg erwarten viele Neuerungen

KAMEN • Alte Liga – neues Image. Die zurück ins Leben gerufene Oberliga Westfalen soll sich auch nach außen hin als Aushängeschild des Fußballs präsentieren. Für die höchste Spielklasse in Westfalen plant der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) eigene TV-Bilder von den Meisterschaftsspielen, einen eigenen Internet-Auftritt, besonders ausgewiesene Topbegegnungen für jeden Spieltag und ein Ligen-Logo, das künftig auf den rechten Ärmeln der Spieler-Trikots aufgenäht sein wird.

All diese Neuerungen stellte Staffelleiter Reinhold Spohn auf dem Oberliga-Staffeltag im Sportcentrum Kaiserau vor – und weckte damit bei den Vertretern der für die Oberliga qualifizierten Vereine die Lust auf die kommende Spielzeit. Vor Ort waren auch die Geschäftsführer der heimischen Vereine Ulrich Rolfing (Hammer SpVg) und Michael Fischer (Westfalia Rhynern), die sich von den Plänen durchweg begeistert zeigten. „Ich glaube nicht, dass die Regionalliga West attraktiver ist“, sagt Rolfing, und Fischer ergänzt: „Abgesehen von den interessanten Neuerungen freuen wir uns auf sportlicher Ebene auf die interessanten Derbys mit der HSV oder Lippstadt und Gütersloh.“

Die wichtigste Änderung für die Oberliga, die bereits von 1978 bis 2008 (anfangs noch als dritthöchste Liga Deutschlands) fest im Spielplan installiert war und jetzt auf fünfthöchster Ebene wieder eingeführt wird, dürfte sich durch den Wunsch von Verbandsseite ergeben, bewegte Bilder von allen Begegnungen im Internet zur Verfügung zu stellen. „Jeder Verein wird eine Videokamera und ein Stativ erhalten“, so Rolfing. „Die Bilder sollen dann an den Verband weitergegeben werden, wo sie weiter bearbeitet und angeboten werden.“

Professionelle Hilfe vom FC Schalke 04

Verantwortlich für die Videosequenzen sollen die Vereine selbst sein. Allerdings dürfen sie sich professioneller Hilfe sicher sein. Denn die Video-Spezialisten Peter Dicksen und Kai Regnitter von schalke-tv stehen mit Rat und Tat zur Seite. „Das ist eine spannende Sache“, freut sich Rolfing. „Zumal auch Interviews mit Trainern und Spielern in die Berichte eingearbeitet werden sollen.“ Gelöst werden muss jedoch noch die Frage, wer die Videomitschnitte machen wird. Doch auch hier sind die Hammer Vereinsvertreter zuversichtlich. „Ich denke, da wird sich jemand finden“, ist sich Rolfing sicher. „Zumal derjenige ja auch langsam in diese Rolle hereinwachsen kann, denn es werden ja vom Verband keine professionellen Aufgaben erwartet.“ Und Fischer ergänzt, dass „wir uns dieser Sache sicher nicht verwehren werden. Das ist der richtige Weg, um die Liga attraktiver zu machen.“

Eine Partie pro Spieltag, so ist es zumindest vorgesehen, wird das Duo Regnitter/Dicksen künftig sogar selbst vor Ort videotechnisch betreuen. Denn an jedem Spieltag soll ein Topspiel der Woche ausgetragen werden, das dann bereits exklusiv am Freitagabend stattfinden wird. So soll es auch zum Auftakt der Spielzeit am 17. August sein. „Dann wird die Saison mit einer möglichst attraktiven Partie eröffnet“, sagt Rolfing. „Wobei aber noch nicht feststeht, welche Begegnung das sein wird.“ Denn der Spielplan ist noch nicht fertiggestellt und wird erst im Laufe der kommenden Woche an die Vereine ausgegeben. Und auch wenn das Hammer Derby nicht unbedingt erste Wahl für den Auftakt ist, erhofft sich Fischer, dass „wir zumindest einmal das Topspiel der Woche sein werden“. Erscheinen werden die Termine auch auf dem neuen Internet-Auftritt, den es künftig eigens für die Fußball-Oberliga geben wird (derzeit noch im Aufbau). „Alles in allem wurde auf dem Staffeltag schon eine gewisse Aufbruchstimmung vermittelt“, lobt Rolfing. „Wir hatten den Eindruck, dass sich der FLVW eine Menge Dinge für die neue Liga ausgedacht hat.“

Da passt es gut ins Bild, dass das Thema Auflagen von Verbandsseite im Gegensatz zur Einführung der NRW-Liga im Jahr 2008 sehr schmal gefahren wurde. So wird eine Verbandsabgabe pro Spieltag von 150 Euro auf die Vereine zukommen, die vornehmlich genutzt werden soll, um das Kameraequipment zu finanzieren. „In der NRW-Liga waren es noch 250 Euro“, sagt Fischer. „Das ist jetzt sogar niedriger.“ Auf weitere Bedingungen oder sicherheitstechnische Forderungen wurde verzichtet. Zudem ist der Passus aus dem Regelwerk gestrichen, der besagt, dass mindestens vier U 23-Akteure im 18er-Kader stehen müssen. „Es wurde pure Vorfreude bei allen Beteiligten geweckt“, sagt Rolfing. Vor der Rückrunde wird es ein erneutes Treffen geben, bei dem Bilanz gezogen wird. Eine positive, sind sich Rolfing und Fischer sicher. güna

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