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Eingewöhnungszeit

20120708Neuzugaenge

Die HSV peilt einen einstelligen Tabellenplatz an

HAMM • Die dunklen Wolken über der Evora Arena und der strömende Regen hatten keineswegs Symbolcharakter. Beim Trainingsauftakt des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg gab es reihenweise strahlende Gesichter. Und das nicht nur, weil mit dem Start in die Vorbereitung auch der offizielle Fototermin verbunden war.

„Diese wieder belebte Oberliga wird echt klasse, der Stellenwert ist jetzt schon gefühlt deutlich höher als der der NRW-Liga. Ich habe es selten gehabt, dass ich mich so dermaßen auf eine Saison gefreut habe“, sagte Fußball-Abteilungsleiter Jens Heusener, der sich bei den Vorgaben für die Mannschaft allerdings nicht von der Euphorie leiten ließ. Während Neuzugang Dennis Buschening forsch und mit einem Lächeln Rang eins ins Visier nahm („Ich persönlich möchte schon aufsteigen.“), zeigte sich Heusener bewusst defensiv. „Es gibt einen klaren und auch selbst ernannten Favoriten, das ist Lippstadt“, erklärte er und gestand der HSV eine Akklimatisierungszeit zu. „Wohin für uns die Reise geht, wird man nach ein paar Spieltagen sehen. Wir möchten eine gute Rolle einnehmen, am Ende auf einem einstelligen Tabellenplatz im oberen Drittel landen – mit Tendenz nach oben.“

Ein Ziel, das auch Lars Müller im Auge hat. „Der Abstiegskampf ist natürlich nicht unser Anspruch“, sagte der Spielertrainer, der ebenfalls „einstellig einlaufen“ möchte. Damit der Aufsteiger für das Unterfangen gerüstet ist, hat das Aufgebot sein Vorjahres-Gerüst be- und die anvisierte „punktuelle Belebung“ (Heusener) erhalten. Als vierten externen Neuzugang präsentierte die HSV Stürmer Jochen Höfler (KFC Uerdingen). „Mit diesem Kader kann es unserer Meinung nach gut funktionieren. Jede Position ist doppelt besetzt“, so Müller. Wenngleich die Erinnerung an die vergangene Rückrunde noch sehr lebendig ist, als die Hammer fast durchgehend einer ellenlangen Ausfallliste trotzten. „Das hat uns viel Substanz und Punkte gekostet. Es wäre schön, wenn wir nicht wieder so ausgebremst werden würden“, meinte Müller, der immerhin nahezu sorgenfrei in die Vorbereitung startete. Ferhat Cerci plagen aber leichte Adduktorenprobleme, Michael Erzen wird wegen anhaltender Knieprobleme noch drei bis vier Wochen kürzer treten.

Bei der Vergabe der Kapitänsbinde hat sich der Coach übrigens noch nicht festgelegt. Vielleicht behalte Erzen das Amt, eventuell gebe es am Ende der Vorbereitung aber auch eine Wahl durch die Spieler, erklärte Müller: „Aber letztlich ist es ohnehin zweitrangig, wer es wird. Wir haben viele Leute, die sportlich und charakterlich in der Lage sind, eine Mannschaft zu führen.“

Zwar hat die HSV ihre Personalplanungen abgeschlossen, allerdings hält sich der Neuling eine Option offen: Als Gastspieler ist derzeit der 19-jährige Hammer Sam Salehi dabei. Der Rechtsverteidiger spielte zuletzt für den A-Jugend-Bundesligisten RW Oberhausen und davor für den Nachwuchs des MSV Duisburg und des FC Schalke 04. „Seine Vita liest sich gut, unsere ersten Eindrücke sind es auch. Er wird mit der Mannschaft trainieren, und dann schauen wir mal, ob es am Ende vielleicht von beiden Seiten passt“, sagte Heusener. fh

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