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„Herzenssache“

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Trainer Holger Wortmann freut sich auf jeden Trainingstag bei der HSV

HAMM • Nach dem Abstieg in die Westfalenliga zählt für die Hammer SpVg in dieser Saison nur die direkte Rückkehr in die NRW-Liga. Welche Gedanken Trainer Holger Wortmann mit der neuen Spielzeit verknüpft, hat er Patrick Droste verraten.

Herr Wortmann, was fällt Ihnen zu folgenden Begriffen ein?

NRW-Liga: Das ist eine sportliche Herausforderung, die wir in der vergangenen Saison selbst verbockt haben. Denn wir haben es nicht geschafft, in dieser attraktiven Liga zu bleiben – obwohl wir genug Chancen dazu hatten. Daher wollen wir da wieder hin. Ich möchte mir und der Mannschaft das Erlebnis wieder gönnen, im Kölner Südstadion, auf dem Aachener Tivoli oder an der Essener Hafenstraße aufzulaufen.

Westfalenliga: Das ist auch eine interessante Liga mit interessanten Gegnern wie Gütersloh, Delbrück, Lippstadt oder Rheine, die früher alle zusammen mit der HSV in der Oberliga angetreten sind. Das wird sicher viel Spaß machen, sich mit diesen Teams zu messen. Nichtsdestotrotz ist es unser Ziel, diese Gegner nur ein Jahr lang zu genießen.

Saisonziel: Ich kann nicht sagen, dass wir uns nach dem Abstieg jetzt konsolidieren möchten und nur oben mitspielen wollen. Wir wollen so schnell wie möglich wieder hoch. Aber diese Aufgabe wird keine leichte sein, da einige andere Clubs das gleiche Ziel haben.

Konkurrenten: Wir haben es schon am Sonntag im Pokal in Gievenbeck gemerkt, dass wir uns auf aggressiv spielende und auch starke Gegner einstellen müssen. Als Konkurrenten sehe ich Gütersloh, Lippstadt, Delbrück, Paderborn II und Rheine. Ich gehe davon aus, dass das bis zum Ende der Saison ein spannendes Rennen um den Aufstieg sein wird

Neue Tribüne: Diese Tribüne war ein absolutes Muss für die Hammer SpVg. Daher freuen wir uns, dass wir diese Saison vor dieser Tribüne spielen können. Zudem hebt sie den Stellenwert des Vereins, der dadurch ganz andere Möglichkeiten hat, Sponsoren zu akquirieren. Den Zuschauern bieten wir natürlich einen besseren Komfort. Wir als Mannschaft hoffen, dass wir vor der neuen Tribüne vernünftigen Fuball bieten.

Undiszipliniertheiten: Da fällt mir nach unserer siebenwöchigen Vorbereitung nur der Name Semih Aktas ein. Ansonsten zieht die Mannschaft überragend mit, da habe ich keine Grund zu klagen. Semih verfügt sicher über große individuelle Klasse, aber ich werde ihn jetzt ganz genau beobachten, nachdem er im Kreispokalfinale und jetzt im Pokal auf Landesebene zweimal vom Platz gestellt wurde. Glücklicherweise sind wir in dieser Saison im Offensivbereich breiter aufgestellt, so dass wir seinen Ausfall verkraften können. Wenn er wieder spielberechtigt ist, muss er sich hinten anstellen.

Sturmprobleme: Vergangenens Jahr ja, dieses Jahr nein. Wir haben bei der Auswahl unserer neuen Angreifer genau darauf geachtet, dass sie zu unserer Philosophie mit dem schnellen Spiel passen. Bislang haben sie alle toll eingeschlagen, wir haben also vorne eine deutlich höhere Qualität.

Eintracht Rheine: Das ist am Sonntag unser erster Gegner. Ich habe die Mannschaft bereits gesehen und weiß, dass es ein robustes und spiererisch starkes Team ist. Das ist zum Saisonstart ein echter Prüfstein für meine Mannschaft. Ich erwarte Rheine am Ende weit oben in der Tabelle.

Stammformation: Die habe ich schon im Kopf, aber da bleibt die mindestens bis Freitag auch drin. Sicher werden die üblichen Verdächtigen zum Einsatz kommen, aber es wird auch die ein oder andere Überraschung geben.

Neuzugänge: Als unser sportlicher Leiter Manfred Balcerzak und ich die Mannschaft zusammengestellt haben, haben wir darauf geachtet, dass die neuen Spieler nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich passen. Und ich muss sagen, dass die Jungs bislang die Erwartungen alle erfüllt haben. Im Spiel nach vorne bringen uns Leute wie Kurtulus Öztürk, Felix Backszat und Markus Krawietz einen Schritt weiter. Besonders toll aufgetrumpft hat der erste 19 Jahre alte Christoph Blesz, er hat sich unglaublich entwickelt.

Hammer SpVg: Das ist mein Club. Ich fühle mich dort wie zuhause. Jedesmal wenn ich in mein Auto steige und zum Training fahre, freue ich mich. Das ist mehr als ein Job, das ist für mich eine Herzensangelegenheit.

Quelle: Westfälischer Anzeiger

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