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DFB-Pokal-Wettbewerbe

Kein Klassenunterschied

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HSV verliert im Verbandspokal unglücklich 0:3 gegen Wiedenbrück

Fehler von Keeper Stiepermann bringt HSV auf die Verliererstraße
HAMM • Der Ausflug für die Hammer SpVg im DFB-Pokal aufs Verbandsebene ist nach der zweiten Runde vorbei. Der Westfalenligist unterlag dem Regionalligisten SC Wiedenbrück gestern in der Evora Arena mit 0:3 (0:1). Doch der Außenseiter bot eine „tolle Leistung“, wie Holger Wortmann befand. Wobei dem HSV-Trainer das Pokalaus nicht unlieb war: „Das ist eine englische Woche weniger. Das ist gut, um uns auf unser Ziel, den Aufstieg, konzentrieren zu können.“

Bei der HSV erhielten Tim Eckelt als Rechtsverteidiger und Nico Schiller im linken Mittelfeld eine Bewährungschance. Auch Thomas Stratos, Coach der Wiedenbrücker, schonte zwei angeschlagenen Akteure.

Die Gäste hatten zunächst mehr vom Spiel, doch nach zehn Minuten nahm überraschend die Hammer SpVg das Heft in die Hand. Um so bitterer, dass ein kapitaler Fehler von Torwart Jan Robin Stiepermann die Gastgeber in Rückstand brachte. Er ließ einen nicht allzu festen 22-Meter-Schuss von Marc Polder, der auf Mann kam, durch die Handschuhe ins Tor gleiten (15.). „Das war ein krasser Bock. Aber er ist ein junger Torwart und hat die Sicherheit wiedergefunden. Es war wichtig, dass er dazu auch ein paar Situationen hatte“, wollte Wortmann mit seinem Keeper nicht zu hart ins Gericht gehen.

Die Hammer brauchten fünf Minuten, um ins Spiel zurückzufinden. Giancarlo Fiore gab zwei sehenswerte Schüsse aus 20 Meter ab (19., 22.), die das Ziel jedoch verfehlten. Der Heber über den herausgeeilten SW-Schlussmann von Markus Krawietz nach einem langen Ball von Michael Kaminski landete neben dem Tor (24.). Schiller verpasste eine Lanzendörfer-Flanke knapp (28.).

Die Wiedenbrücker hatten vor der Pause nur Chancen nach Fehlern der Hammer. Als Dominik Jansen frei vor Stiepermann am Tor vorbeizielte, hatte Blesz das Abseits aufgehoben. Schiller leitete mit einem schlampigen Rückpass eine hochkarätige Möglichkeit der Gäste ein, die Stiepermann aufmerksam gegen den frei vor ihm auftauchenden Polder vereitelte.

Nach dem Wechseln verflachte die Partie etwas, was auch an den Wechsel von Wortmann lag, der früh erst Öztürk nach einem Schlag aufs Knie raus nehmen musste (51.) und dann auch Krawietz wegen muskuläre Probleme (59.). Beide hatten viele Bälle in der HSV-Offensive behauptet. Dennoch blieben die Hammer gleichwertig, zeigten jedoch seltener die schönen Spielzüge aus der ersten Hälfte. Pech hatte der Gastgeber, als der für Christoph Blesz (ebenfalls Muskelprobleme) eingewechselte Osman Köse von halbrechts aus 18 Metern nur den Pfosten traf. „Das war nicht einfach. Der Gegner ist viel gerannt. Außer dem Pfostenschuss habe ich aber nichts Gefährliches gesehen. Unser eigenes Spiel hakt ein bisschen“, gab Stratos, der früher auch im Hammer Osten aktiv war, zum Besten.

Wiedenbrück machte kurz darauf aus dem Nichts den Sack zu, als Altan Arslan eine Flanke von Mariusz Rogowski ins Netz köpfte. Das 3:0 zwei Minuten vor Schluss von Marcel Stiepermann schraubte das Ergebnis endgültig in für die HSV unverdiente Höhe. „Wir haben uns hier teuer verkauft. Ich habe keinen Klassenunterschied in punkto Leidenschaft, aber auch in punkto Spielsicherheit gesehen“, meinte Wortmann. bob

Hammer SpVg: J. Stiepermann – Eckelt, S. Dyballa, Kaminski, Blesz (64. Köse) – M. Dyballa, Öztürk (51. Kücük) – Lanzendörfer, Fiore, Schiller – Krawietz (59. Metin)
SC Wiedenbrück 2000:
Mellwig – Kickermann, Hofbüker, Degelmann, Rogowski – Mainka, Kniat – Güraslan (69. Schröder), Dayangan (63. M. Stiepermann) – Jansen, Polder (43. Arslan)
Schiedsrichter:
Benjamin Schäfer (Herten)
Zuschauer:
160
Tore:
0:1 Polder (15.), 0:2 Arslan (78.), 0:3 M. Stiepermann (88.)
Gelbe Karten:
keine

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