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DFB-Pokal-Wettbewerbe

Laute Kabinenansprache

100909pokal

Hammer SpVg steht nach 3:1 gegen Herringen im Viertelfinale

Trainer Wortmann hadert mit der ersten Halbzeit: „Wie Primadonnen“
HAMM • Eine laute Kabinenansprache war nötig, um die Akteure der Hammer SpVg ein wenig wachzurütteln. „Ich musste die Spieler auf die Pflichten einer höher spielenden Mannschaft hinweisen“, berichtete Trainer Holger Wortmann von dem Pausenrapport im Pokalspiel auf Kreisebene gegen den SVF Herringen. Und dieser brachte den nötigen Erfolg.

Mit einem 3:1 (1:1) über den Bezirksligisten aus dem Hammer Westen zog die HSV ins Viertelfinale ein, wo die Hammer auf den VfK Weddinghofen treffen. „Man darf eben nicht mit angezogener Handbremse gegen den SVF spielen“, ergänzte Wortmann, der Herringens Coach Ralph Oberdiek daher auch fair gratulierte: „Ihr habt euch gut verkauft, bis euch die Kräfte ausgingen“. 

Oberdiek selbst hatte dem wenig hinzuzufügen. „Wir haben gut dagegengehalten“, war der SVF-Übungsleiter stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. „Aber uns fehlte vorne die Durchschlagskraft.“

Die Gäste waren, wie zu erwarten war, von Beginn an optisch überlegen und ließen kaum Herringer Torszenen zu. Der Westfalenligist war dagegen effektiver. Hüseyin Kücük hielt nach einer Vorlage von Giancarlo Fiore aus gut 20 Metern einfach mal drauf – 1:0 für die HSV (6.). Auch im weiteren Spielverlauf kam die Wortmann-Elf auf einfache Weise zu ihren Abschlüssen, weil der SVF die nötige Aggressivität in den Zweikämpfen vermissen ließ. Dagegen nutzten die Gastgeber gleich ihre erste Standardsituation aus, als Irfan Uzungelis per Freistoß das 1:1 erzielte (13.). Die HSV war weiter überlegen, doch zufrieden war Wortmann nicht. „Wir haben aufgehört Fußball zu spielen und uns wie Primadonnen präsentiert“, monierte der Coach. Felix Backszat (16., 33.), Kevin Lanzendörfer (29.) und Nico Schiller (40.) waren nur einige Kandidaten, die die Möglichkeiten auf Seiten der HSV nicht nutzten.

Die Kabinenansprache von Wortmann verinnerlicht, erhöhte Hamm den Druck und brachten auch sein spielerisches Potenzial durch sehenswerte Spielzüge deutlicher zum Ausdruck. Direkt nach Wiederbeginn gab Christoph Blesz weiter zu Fiore, der den im Strafraum lauernden Schiller bediente. Doch SVF-Keeper Thomas Olbrich wehrte Schillers Abschluss ab (46.), wie auch die einen Versuch aus der Distanz von Marc Dyballa (66.). Allerspätestens nach dem 1:2, das Michael Kaminski nach Backszat-Ecke per Kopf markierte (69.) war der Knoten geplatzt, und der eingewechselte Semih Aktas ließ kurz darauf das 1:3 folgen (70.). Auf der anderen Seite kam Doumbia zur einzigen Chance aus dem Spiel heraus, doch Dominique Nowak im Gehäuse der HSV war mit diesem Abschluss kaum gefordert (80.). mg

SVF Herringen: Olbrich – Paracz, Köhnke, Hulboj, Laux – Usta, Kola – Uzungelis, Markhoff – Doumbia, Manka

Hammer SpVg: Nowak – Kaminski, S. Dyballa (59. Ernst), Thiele, Blesz – Kücük, Backszat – Schiller (63. Aktas), M. Dyballa, Fiore – Lanzendörfer

SR: Frank Perschke

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 Kücük (6.), 1:1 Uzungelis (13.), 1:2 Kaminski (69.), 1:3 Aktas (70.)


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