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DFB-Pokal-Wettbewerbe

Hammer SpVg empfängt Regionalligist SC Verl

20151008VerbandspokalDritte Runde des Krombacher Verbandspokals in der EVORA-Arena

Im Achtelfinale des Westfalenpokals ist am Samstag ab 13:30 Uhr der Regionalligist SC Verl in der EVORA-Arena zu Gast. Aktuell spielen die Ostwestfalen also eine Klasse höher als die Hammer SpVg und besitzen seit den 80ern ein großes Ansehen im westfälischen Amateurfussball. Die Favoritenfrage stellt sich daher nicht, denn diese Rolle gebührt den Gästen.

Seit 1970 in der Viertklassigkeit spielend gelang im Jahre 1986 die Meisterschaft in der Verbandsliga und der erstmalige Sprung in die damals drittklassige Oberliga Westfalen. Die als „Dorfelf“ bezeichnete Verler Mannschaft konnte sich auf Anhieb in der Oberliga etablieren und schaffte im Jahr 1991 mit der Meisterschaft sogar den Sprung in die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga, in der sie u. a. am VfL Wolfsburg scheiterte. Der SC Verl blieb eine feste Größe im oberen Drittel, holte erstmalig im Jahre 1992 den Westfalenpokalsieg und qualifizierte sich zwei Jahre später für die neugegründete Regionalliga (3. Liga).

Bei der nun höheren Leistungsdichte konnte sich der SCV in den Folgejahren nur noch im Mittelfeld platzieren und musste im Jahre 2003 den Gang in die Oberliga Westfalen (4. Liga) antreten. Nach der Meisterschaft (2006/07) konnten die Verler in der Folgesaison die Drittklassigkeit jedoch nicht halten und spielen seit dem in der (nach Einführung der 3. Liga) nur noch viertklassigen Regionalliga.

Platz 7 bis 11 waren stets die Endplatzierungen, der Abstiegskampf eher ein Fremdwort. Das könnte sich in der laufenden Saison erstmals ändern. Nach einem geglückten Saisonstart mit nur einer Niederlage an den ersten elf Spieltagen hat das Team von Coach Andreas Golombek ein wenig den Faden verloren. Ex-Profi Golombek (216 Spiele in der 2. Bundesliga), der seit Juni 2013 an der Verler Seitenlinie steht, musste in den letzten fünf Spielen mit ansehen, wie sein Team weder ein Tor schoss noch einen Punkt holte. Ein Grund für die Misserfolgsserie dürften jedoch auch die starken Gegner gewesen sein. Sportfreunde Lotte, Bor. Mönchengladbach II, Viktoria Köln und Alemannia Aachen rangieren allesamt im oberen Tabellendrittel, sind also eher kein Maßstab für die Verler, die nun mit 20 Punkten auf der Habenseite auf Platz 12 nur noch einen Zähler vor den Abstiegsrängen rangieren.

Trotz der etwas kränkelnden Offensive wird die HSV-Defensive auf den marokkanischen Stürmer Hamadi Al Ghaddioui besonders aufpassen müssen. In der letzten Saison bereits zwölf Male erfolgreich, sind es jetzt bereits neun Treffer, die Hälfte aller Verler Tore gehen auf sein Konto. Neben Al Ghaddioui besteht das Gerüst der Ostwestfalen aus Offensivpartner Matthias Haeder, Flügelläufer Nico Hecker, Sechser Jannik Schröder, Defensivkraft Daniel Mikic, Kapitän Julian Schmidt sowie Keeper Sebastian Lange, die ebenfalls in (fast) allen Regionalliga-Partien zum Einsatz kamen. In der Defensive wartet ein sehr guter Bekannter auf HSV-Verteidiger Michael Kaminski. Sein Bruder Marco hält dem SC Verl seit 2008 die Treue und spielt wie Michael auf der linken Seite in der Viererkette. Auf dem Platz dürften sich die beiden also eher wenig begegnen.

Unser Sportlicher Leiter David Odonkor hat seine ganz eigene Verler Vergangenheit. Ab September 2013 absolvierte Odonkor ein Praktikum als Trainer unter Andreas Golombek. Ende Oktober 2013 wurde Odonkor als Co-Trainer des SC Verl bestätigt und blieb bis zum Sommer 2014.

Auf dem Weg zum heutigen Achtelfinale mussten die Ostwestfalen bereits einen Hammer Oberligakonkurrenten aus dem Weg räumen. Nach einem lockeren 3:0 beim Landesligisten BSV Menden wartete in der 2. Runde der SC Roland Beckum. Auf dem bekanntlich schwer zu bespielenden Beckumer Kunstrasenplatz konnte der Regionalligist aber seiner Favoritenrolle knapp gerecht werden. Marco Kaminski brachte den SCV kurz vor der Pause in Führung, die Roland in der 69. Minute egalisierte. Matthias Haeder erlöste seinen Coach mit dem 2:1-Siegtreffer in der 77. Minute. Bis auf Keeper Lange traten die Verler in Bestbesetzung an, was auch in der EVORA-Arena zu erwarten ist. Golombek dürfte kein Risiko eingehen und seine beste Elf auf Spannung halten wollen für die wichtigen drei Ligaspiele zum Hinrundenabschluss gegen den Meisterschaftskandidaten RW Oberhausen und die direkten Konkurrenten FC Schalke 04 II und FC Kray.

Ein harter Brocken für die Mannen von HSV-Interimstrainer Ferhat Cerci, doch der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze... Stefan Binger

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