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U21-Team

Das Überraschungsteam

100914u23Der HSV-Reserve gelingt in der Bezirksliga ein „optimaler Start“

Doch trotz der Maximal-Ausbeute werden die Ziele nicht verändert.
HAMM • Sven Heinze reibt sich beim Blick auf die Tabelle selbst ein wenig verwundert die Augen. „Wir wussten ja, dass das Potenzial in der Mannschaft ist“, sagt der Trainer der Hammer SpVg II. „Aber uns war auch klar, dass viel passieren muss, um so viele Spiele zu gewinnen.“ Mittlerweile sind es fünf Begegnungen, die die Hammer unbeschadet überstanden haben. Und die maximale Ausbeute von 15 Zählern hat die U23 der HSV gemeinsam mit dem Fast-Absteiger des Vorjahres, DJK Westfalia Soest, an die Spitze der Fußball-Bezirksliga katapultiert. Zwei Überraschungsteams, ohne Frage. „15 Punkte – das ist schon ein optimaler Start“, sagt Heinze. „Selbst mit zwölf wäre es ein sehr guter gewesen.“

Womit der HSV-Coach auf die Tatsache anspielt, dass seine Mannschaft auf sportlichem Wege „nur“ vier Partien für sich entschied. Die gegen Baris Spor Oelde ging mit 1:2 verloren, wurde jedoch nachträglich für die Hammer gewertet, da die Gäste seinerzeit einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatten. Doch unabhängig davon: Das junge HSV-Team hat sich erstaunlich gut in der Bezirksliga akklimatisiert. Selbst Ausfälle wichtiger Akteure – am Sonntag beim 3:1 in Wickede fehlten Daniel Bremser, Dennis Krautwurst sowie Abdullah und Aykan Sahin – steckte das Team problemlos weg. „Die Mannschaft ist sehr engagiert und lernwillig. Sie versucht immer, 100 Prozent zu geben“, erklärt Heinze die „starken Leistungen, teilweise über das ganze Spiel, wie beim 5:0 in Warendorf, oder sonst zumindest phasenweise, wie gegen Oelde und Wickede“. Allerdings relativiert der Coach auch: „In einigen Phasen hatten wir sicherlich ein Quäntchen Glück.“

Und schon deshalb lässt er sich nicht vom derzeitigen Tabellenbild in der noch jungen Saison blenden. Mit dem Platz steigen die Ansprüche nicht, die Losung ist weiter „Ausbildung statt Aufstieg“, der Auftrag: „Jugend forscht“. Drei „Routiniers“ stehen im kleinen Kader der U23; Bremser, Florian Klein und Andreas Hustadt schrauben das Durchschnittsalter auf rund 21 Jahre herauf. Ohne sie läge es bei etwa 19,5 Jahren. Was viel über die Prioritäten beim Westfalenliga-Unterbau sagt. „Abgesehen von der Partie gegen Hilbeck haben wir noch nicht auf Spieler aus der ersten Mannschaft zurückgegriffen. Und das soll auch so bleiben. Denn das Konzept ist ja, dass es genau andersherum läuft, dass wir die Jungs an die erste Mannschaft heranführen“, erklärt Heinze sein Team zum „Ausbildungsbetrieb“, zu einer möglichen Durchgangsstation – und damit zur verlockenden Perspektive für Akteure, die aus dem Nachwuchsbereich aufrücken. „Schon in der B- und C-Jugend müssen die Jugendlichen merken, dass sie die Chance haben, oben reinzurutschen“, sagt Heinze.

Und so treten trotz des guten Starts die tabellarischen Ambitionen in den Hintergrund. Der Lerneffekt steht im Fokus, Heinze weiß, dass das niedrige Durchschnittsalter die Gefahr von Rückschlägen birgt. „Es kann auch anders herum laufen“, sagt er. „Eine junge Mannschaft kennt Drucksituationen nicht so gut wie eine gestandene. Und das sind nun mal die meisten in der Bezirksliga.“ Wie Welver beispielsweise, das am Sonntag zum Spitzenspiel in den Hammer Osten kommt. Als Favorit, wie Heinze betont, denn: „Das ist ein Meisterschaftskandidat.“ Und das Duell mit diesem wird zeigen, „wie gefestigt meine Mannschaft nach fünf Spieltagen ist“. Und ob sich der Coach auch nach der sechsten Partie noch verwundert die Augen reiben darf. fh

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