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U21-Team

HSV-Reserve nicht wie der FC Bayern

Ein großer Umbruch ging im Sommer bei der zweiten Mannschaft der Hammer SpVg. vor sich. Und doch steht die "kleine" HSV an der Spitze der Bezirksliga. Was hat Sven Heinze, das für Louis van Gaal im Augenblick Lichtjahre entfernt ist? Antwort: Die Tabellenführung. Da der Trainer der U23 der Hammer Spielvereinigung damit genauso wenig rechnen konnte, wie viele andere Kenner der Bezirksliga-Staffel 9, räumt er ein: „Sicherlich ist das überraschend. Bis auf Bayern München kann niemand die Spitzenplatzierung planen.“

Ausgeglichener Kader als Erfolgsgeheimnis
Was die Frage aufwirft, was ausschlaggebend dafür ist, dass die HSV-Reserve ungeschlagen auf Rang eins thront. Heinze sieht das Geheimnis des Erfolges in der Kaderzusammenstellung: „Charakterlich und von der Stimmung her passt es sehr gut in der Truppe. Es gibt keinerlei Eifersüchteleien, Neid oder Missgunst.“ Doch die Hammer Verantwortlichen haben nicht nur zwischen Jung und Alt eine gute Mischung gefunden, sondern auch für die nötige Ausgeglichenheit im Kader gesorgt. „Von den 16 Feldspielern kann ich im Prinzip jeden von Anfang an spielen lassen. Die Jungs spornen sich gegenseitig an“, freut sich der Übungsleiter.

Auffälliges Merkmal einer jeden Spitzenmannschaft – und so auch der HSV II – ist die funktionierende Defensive. Erst acht Gegentore aus bisher 14 Begegnungen sind der Top-Wert in der Liga. 16 der überwiegend noch sehr jungen Spieler sind in der eigenen Jugendabteilung ausgebildet worden, was ihnen nach Heinzes Ansicht einen gewissen Vorsprung verschafft. „Sie haben in unseren Jugendteams Westfalenliga gespielt und eine sehr gute Ausbildung genossen. Das, was bei einigen anderen Mannschaften noch nicht klappt, etwa die Viererkette, haben viele bei uns schon gelernt“, erklärt der 32-Jährige, der diese Fähigkeit in der Trainingsarbeit vertieft: „Ich bin ein Trainer, der großen Wert auf taktische Disziplin legt. Mittlerweile haben wir alle so weit, dass sie erkennen, dass das etwas bringt.“

Heinze ist gespannt auf den Umgang mit Rückschlägen
Bei all den positiven Voraussetzungen wittert der Coach dennoch nach wie vor das ein oder andere Hindernis: „Man muss abwarten, wie wir mit Rückschlägen zurecht kommen, wie wir aus der Winterpause kommen und wie es dann mit Verletzungen aussieht. Es wird spannend zu sehen, wie wir die lange Phase ohne Spielbetrieb überstehen.“ Nachdem bereits das Gastspiel in Peckeloh am letzten Wochenende ausfiel, steht auch hinter der Austragung des Hammer Derbys am Sonntag gegen den TuS Wiescherhöfen ein Fragezeichen. „Ob gespielt werden kann, wird sich kurzfristig entscheiden. Es hängt davon ab, wie der Kunstrasen abtaut“, ist Heinze skeptisch.

Ein wichtiges Anliegen ist dem Trainer der Zweitvertretung, Akteure an den Kader von Holger Wortmann heranzuführen, der die Westfalenliga-Auswahl aus dem Hammer Osten betreut. Mit Aykan Sahin, Sascha Ernst, Dennis Krautwurst und Michael Prothmann haben schon einige Spieler bei der Ersten hineinschnuppern dürfen. „Ich hoffe, dass der ein oder andere dort in der Rückrunde in Meisterschaftsspielen zum Einsatz kommt“, betont Heinze. Was seine eigene Zielsetzung betrifft, wünscht sich der Linienchef, dass „wir uns in der Spitzengruppe etablieren. Von der Meisterschaft kann man schließlich nicht ausgehen, dafür kann noch zu viel passieren.“ Christian Müller
Quelle: RevierSport

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