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U21-Team

Rückblick auf die Saison des U23-Teams der Hammer SpVg

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Die Bilder hätten unterschiedlicher kaum sein können: Herrschte am Ende der Vorsaison nach dem äußerst unglücklichen Aus im Kampf um die Meisterschaft noch tiefer Frust, so kannte der Jubel nach dem 3:1-Erfolg im Entscheidungsspiel gegen den TuS Wiescherhöfen vor der Rekordkulisse von 2300 zahlenden Zuschauern kaum noch Grenzen. Doch bis dahin war es ein weiter Weg:

Zum Saisonauftakt herrschte das Motto "Dieses Mal klappt es!" Mit nur zwei Neuzugängen - Hüseyin Kücük (Preußen Münster II) und Dominic Berger (Westfalia Rhynern II) - wurde das Unternehmen Aufstieg erneut gestartet. Insbesondere Hüseyin Kücük sollte sich dabei als absoluter Leistungsträger zeigen und wird verdientermaßen zur neuen Saison in den Kader der NRW-Liga – Mannschaft aufsteigen.

Zum Start der Vorbereitung mussten nicht nur neue Spieler integriert werden, sondern es wurde mit Einführung der Viererkette auch eine massive taktische Veränderung im Abwehrverbund vorgenommen. Das stieß insbesondere bei den Routiniers im Team auf große Skepsis. Nach einem 3:1-Pflichtsieg gegen den Hammer SC 08 zu Saisonbeginn, schienen die Skeptiker bereits am 2. Spieltag Recht zu bekommen. Im Auswärtsspiel bei IG Bönen verlor das U 23-Team trotz einer Vielzahl von Torchancen auf dem ungeliebten Aschenplatz mit 1:2, weil der Gegner seine einzigen Torchancen per Elfmeter und mit einem tollen Freistoßtor nutzte. Wer nun aber glaubte, dass das Trainer oder Mannschaft umwerfen würde, sah sich schnell getäuscht. Es folgte eine beeindruckende Serie von sieben Siegen in Folge mit einem Torverhältnis von 50:2 Toren.

Am 10. Spieltag stand mit dem Auswärtsspiel beim TuS Wiescherhöfen das erste Gipfeltreffen an. Vor über 800 Zuschauern lieferten sich beide Mannschaften ein absolutes Spitzenspiel, das in der ersten Hälfte mit Chancen auf beiden Seiten ausgeglichen verlief. In der zweiten Hälfte zeigte sich dann aber die läuferische und spieltechnische Überlegenheit der HSVer. Durch drei Treffer des Kapitäns und Goalgetters Sebastian Brzezon und einen Treffer von Semih Aktas konnte die U 23 der HSV mit einem 4:0-Erfolg wieder die Tabellenspitze übernehmen. Bis zur Winterpause folgten sieben weitere Siege mit einem Torverhältnis von 47:2. Insbesondere IG Bönen musste beim 19:0-Erfolg der HSVer bitter dafür büßen, dass man das Hinspiel so glücklich gewonnen hatte.

Auch im Winter ruhte sich der Tabellenführer nicht aus, sondern gewann alle drei Hallenturniere, an denen man teilnahm. Zunächst ging es beim traditionsreichen Turnier des SVE Heessen an den Start. Nur abwechselnd durch Igor Stojkoski, Marc und Sven Dyballa aus dem Oberligakader verstärkt, blieb das junge Team auch gegen höherklassige Mannschaften ungeschlagen und gewann im Finale nach Neunmeter-Schießen mit 9:8 gegen den Lokalrivalen Westfalia Rhynern. Anschließend wurden die Turniere des TuS Uentrop und von Westfalia Hövel ebenfalls gewonnen.

Der Start in die Rückrunde verlief mit klaren Siegen über den TuS Uentrop, den SSV Hamm, die SG Holzwickede II und den FC Pelkum zwar erfolgreich, aber spielerisch lief es dabei nicht allzu gut beim Tabellenführer. Außerdem gesellte sich Verletzungspech in der Oberliga-Mannschaft und auch im eigenen Team hinzu, so dass keine Souveränität aufkommen wollte. Was nun folgte war Rückschlag Nummer 2. Im Auswärtsspiel beim SuS Rünthe musste die U 23 nicht nur auf Unterstützung aus der Ersten verzichten, sondern hatte aufgrund der Verletzung von Ersin Kusakci auch nur einen etatmäßigen Stürmer an Bord. Nach 70 Minuten musste zudem erneut Benedikt Schlupp verletzt passen. Dennoch hätte die U 23 das Spiel klar gewinnen müssen. Doch zunächst wurden die Torchancen in der 1. Hälfte allesamt nicht genutzt und dann folgte nach dem Führungstreffer durch Tomaev in der 48. Minute ein kollektiver Blackout. Plötzlich wollte sich jeder in das Offensivspiel einschalten, um das entscheidende 2:0 zu erzielen. Doch der Schuss ging nach hinten los und das Team wurde zweimal gnadenlos ausgekontert. So verlor man ausgerechnet vor dem Rückspiel gegen Wiescherhöfen drei wichtige Punkte und die Tabellenführung.

Vor dem Spitzenspiel gegen Wiescherhöfen setzte kein Außenstehender mehr einen Pfifferling auf die Rothosen. Zu schwach hatte man sich zuletzt präsentiert und die personelle Ausgangslage hatte sich auch nicht wesentlich verbessert. Einziger Lichtstreifen am Horizont, waren die A-Jugendlichen Erkan Baslarli, Dennis Krautwurst, Andre Kolmytschjok und Abdullah Sahin, die nunmehr auch in der U 23 eingesetzt werden durften. Doch wie immer in den letzten beiden Spielzeiten erwies sich die Mannschaft um Torhüter Thomas Olbrich als äußerst charakterfest und willensstark. Trotz aller Widrigkeiten lieferte man dem TuS Wiescherhöfen vor über 700 Zuschauern bei widrigen Witterungsverhältnissen einen tollen Kampf und ausgerechnet A-Junior Erkan Baslarli sicherte mit dem goldenen Tor in der 65. Minute die erneute Tabellenführung.

Von nun an marschierten beide Teams unbeirrt in Richtung Entscheidungsspiel, wobei die HSVer zu alter Stärke zurückfanden und sich insbesondere in den Begegnungen in Lohauserholz (3:0), gegen den TSC Hamm (8:1) und beim VfL Mark (4:0) noch souveräner zeigten als der Kontrahent aus Wiescherhöfen. So hatten beide Teams nach 30 Meisterschaftsspielen beeindruckende 84 von 90 möglichen Punkten. Das Torverhältnis der U 23 der HSV (169:13) war zwar nochmals deutlich besser als das des TuS Wiescherhöfen (164:29), doch bei Punktgleichheit musste ein Entscheidungsspiel her.

Beide Mannschaften nahmen im Übrigen in der Wertung der 100 besten Mannschaften aus dem Einzugsgebiet der Zeitschrift Reviersport die Plätze 43. bzw. 44 ein und waren damit die besten Kreisliga-Mannschaften Nordrhein-Westfalens. Selbst bundesweit hatte kein A-Ligist eine bessere Bilanz. Angesichts dieser Superlative überraschte es auch nicht, dass das Aufstiegs-Endspiel im Adolf-Brühl-Stadion in Bockum-Hövel vor der Rekordkulisse von 2300 Zuschauern stattfand. Ob es so etwas in einem A-Ligaspiel überhaupt schon einmal gab, ist nicht überliefert.

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Die Rot-Weißen legten ihre Nervosität zuerst ab und hatten gute Tormöglichkeiten durch Vadim Tomaev, Kevin Lanzendörfer und Sebastian Brzezon, ohne aber zum Erfolg zu kommen. Nach 25 Minuten kamen die Wiescherhöfner besser ins Spiel, aber ihre 1:0 – Führung durch Grbic in der 31. Minute mit einem abgefälschten Distanzschuss kam doch eher glücklich zu Stande. Die HSVer fingen sich schnell und scheiterten in Person von Brzezon per Kopf nur knapp. Kurz vor der Halbzeit aber doch noch der Ausgleich durch Lanzendörfer, nachdem Tomaev einen Abspielfehler aufnahm und sofort auf den Torschützen quer legte. Schon in dieser Phase zeigten sich erste konditionelle Schwächen auf Seiten des TuS Wiescherhöfen. Nach der Halbzeit bekam die U 23 der Hammer Spielvereinigung das Spiel immer besser in den Griff und Torjäger Brzezon köpfte seine Farben in der 60. Minute im Anschluss an eine Ecke von rechts, die von Irfan Uzungelis hereingetreten wurde, erstmals in Führung. Als Tim Eckelt in der 77. Minute nach seinem erst zweiten Foul die gelbrote Karte sah, drohte noch einmal Ungemach, doch dem TuS Wiescherhöfen fehlten die Kraft und die spielerischen Mittel um die sichere HSV-Abwehr zu gefährden. Als der eingewechselte Ersin Kusakci in der 82. Minute nach Zuspiel von Lanzendörfer das 3:1 erzielte, war die Entscheidung gefallen und die Party konnte beginnen.

Die Freudentänze, der Jubel, die Welle vor den Tribünen und die „Humba“ mit den Fans, all das wollte fast kein Ende nehmen und wurde von den Akteuren ein ums andere Mal genossen. Für alle Beteiligten war das ein unvergessliches, einzigartiges Erlebnis.

Christian Bentrup

P.S.: An dieser Stelle geht noch mal mein Dank an meine Mannschaft, mein Trainer- und Betreuerteam (Lutz, Axel, Ibo, Jörg und Martin) und an alle Freunde und Fans, die uns in den letzten zwei Jahren unterstützt haben und ohne die dieser tolle Erfolg gar nicht möglich gewesen wäre.

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