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Die Hammer Spielvereinigung 03/04 e.V.

Handball-Abteilung aufgelöst

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Aus nach 91 Jahren Handball in der Hammer Spielvereinigung

Mit Beginn der Saison 2014/2015 und dem Start der neuen Spielgemeinschaft Handball Hamm ist (fast) unbemerkt Hamms älteste Handball-Abteilung nach 91 Jahren von der Handball-Landkarte verschwunden: Die Handballer der Hammer Spielvereinigung, erstmals 1923 auf den Platz gekommen, gibt es nicht mehr.

Selbst im zweiten Weltkrieg ging der Club wenigstens eine Zeit lang mit damaligen Handballgrößen wie Ede Hasse auf (Feld-) Torejagd. Aber im Jahre 1942, vorübergehend im Trikot der KSG (Kriegsspielgemeinschaft) Hamm, war nach einem Spiel in Gütersloh erst einmal Schluss. Im aktuell 950 Seiten umfassenden HSV-Handball-Archiv von Walter Becker ist lückenlos nachzulesen, welche HSVer an die Front gerufen worden waren.

Die sportliche Blüte erlebten die HSV-Handballer zweifellos in der ersten Nachkriegszeit. In der "Gauliga Industrie" spielte die Hammer Spielvereinigung u.a. mit Walter Becker oder anderen Publikumslieblingen wie Heinz Fecke, den Brüdern "Heini" und Leo Kersting oder Karl Greune eine offensichtlich zuschauerfaszinierende Rolle. Einen Zuschauerrekord, der vielleicht für immer Bestand auf Hammer Boden haben wird, stellten die HSV-Handballer im Frühjahr 1949 auf. Zu Gast auf der überfüllten alten Anlage an der Ostenallee war der Deutsche Meister TV Hassee Winterbeck (Kiel). Die Holsteiner lockten 6500 Neugierige in den Hammer Osten. Acht Tore warf für die Gäste dabei die Handball-Ikone Hein Dahlinger. Nachhaltigen Eindruck auf HSV-Seite hinterließ vor allem Linksaußen Heinz Fecke, den die Gäste nach sechs Treffern bei der glimpflichen 15:7-Niederlage der Hammer am liebsten mit an die Förde genommen hätten.

Mit dem Status "Reine Amateure" gerieten die HSV-Handballer nur einmal kurz in Konflikt: Nach dem Sieg in einem Entscheidungsspiel bei Union Witten-Annen schüttete der Abteilungsvorstand mit Willi Zimball an der Spitze drei Mark pro Spieler aus. Die schwierigen Verkehrsverhältnisse noch lange nach Kriegsende erforderten Organisationstalent mit Luxus als Fremdwort. Zum 8:7 gewonnenen Spiel beim SSV Hagen kam man noch gerade rechtzeitig, da der Güterzug (!) Verspätung hatte. Als Logistik-Manager ohne Bachelor machte sich Betreuer Heinrich Evermann (auch als Komödiant in der meist langen dritten Halbzeit bekannt) einen Namen. Die oft beim Schulsport entdeckten Talente karrte er auf dem Gepäckträger seines Drahtesels zum Training an die Ostenallee. Abstiege nahm man gelassen. Zum Abschiedspiel aus der Feldhandball-Landesliga gegen ESV Hamm erschienen die HSVer jedenfalls stilvoll mit Zylindern.

Das Becker-Archiv weist in der Nachkriegs-Hoch-Zeit des Hammer Handballs 18 Hammer Clubs (aktuell sind es drei) mit Handballmannschaften aus. Als die personellen Resourcen langsam zurückgingen, wurde es auch bei der Hammer Spielvereinigung und dem TuS 59 eng. Sie gründeten vor 42 Jahren eine der ältesten Spielgemeinschaften (SGH), die 1993 durch den Zutritt der " chwellenträger" (ESV Hamm) noch zur HSE ergänzt wurde. Seit 1972 sind die HSV-Handballer nur noch als einer der Trägerclubs am Ball. Für den Gesamtverein Hammer Spielvereinigung wurden sie dennoch zum gesellschaftlichen Aushängeschild. Ein Dutzend Mal veranstalteten sie im jeweils ausverkauften Ballsaal des Kurhauses Bad Hamm und einmal im Maximilianpark das seinerzeit traditionelle Winterfest. Als das in die Jahre gekommene Kurhaus 1984 geschlossen war, machten es die HSV-Handballer nur für das Winterfest wieder ballfähig. Nach monatelanger Vorarbeit mit Festwirtin Brigitte Brauckhoff an der Spitze bleibt dieses Winterfest im geschlossenen, aber in Eigenarbeit auf Hochglanz gebrachte Kurhaus als wohl ungewöhnlichste Veranstaltung der HSV-Handballer schmunzelnd in Erinnerung.ASV-HammWestfalenLogo

1923 bis 2014 - 91 Jahre Handball in der Hammer Spielvereinigung. Servus! Die HSV fiebert also ab sofort mit der Spielgemeinschaft „handball hamm“ und wünscht dabei natürlich insbesondere den Handballern des ASV Hamm-Westfalen die schnellstmögliche Rückkehr dorthin, wo sie hingehören: In die erste Handball-Bundesliga! fw

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